Wer einen Fonds kaufen will, sollte sich vorher die Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER) anschauen, mahnt Thomas Hünicke, geschäftsführender Gesellschafter der WBS Hünicke Vermögensverwaltung. Die TER fasst die laufenden Kosten zusammen. Die durchschnittliche TER eines Rentenfonds liegt bei 0,9 Prozent. Bei Aktienfonds liegt sie im Schnitt bei 1,6 Prozent. 

"Jetzt gilt es zu rechnen: Ist der Fonds in der Lage, seine Kosten zuzüglich Transaktionskosten und Ausgabeaufschlag, die Inflation sowie eine mögliche Steuerbelastung zu erwirtschaften?", fragt Hünicke. Erst wenn das gelingt, stellt sich auch ein Anlageerfolg ein. Zu den Kosten, die in der TER enthalten sind, zählt beispielsweise die Verwaltungsgebühr. Sie liegt je nach Fondstyp unterschiedlich hoch. Die Verwaltungsgebühr deckt die Kosten des Fondsmanagements und wird direkt aus dem Fondsvermögen entnommen.

Kosten belasten Fondsvermögen
Für manche Investmentfonds wird zusätzlich eine erfolgsabhängige Gebühr fällig, wenn der Fondsmanager seinen Vergleichsindex übertroffen hat. "Damit ist das laufende Honorar für die Fondsgesellschaft beziehungsweise die Vermögensverwaltung abgegolten", sagt Hünicke. Manche Gesellschaften verlangen zusätzlich einen Ausgabeaufschlag, der bis zu sechs Prozent betragen kann. Für Depotverwaltung und Handling fallen weitere Gebühren an. Zudem werden Transaktionskosten fällig, wenn ein Fondsmanager Wertpapiere oder Immobilien kauft oder verkauft. Das Fondsvermögen wird direkt mit diesen Kosten belastet. (fp)