Research-Reise in den Mittleren Osten: Eine selten zu findende Oase attraktiv bewerteter Anleihen

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11.10. | 2012

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Management Buyout bei Jung, DMS & Cie. Muttergesellschaft

Die Angermayer, Brumm und Lange Unternehmensgruppe GmbH (ABL Group), eine der größten Finanzholdings Deutschlands, trennt sich vollständig von ihren wichtigsten Beteiligungen, zu denen Finanzdienstleister Aragon AG, Asset Manager Altira AG sowie Wertpapierhaus Silvia Quandt & Cie. AG gehören.

Christian Angermayer und Dr. Sebastian Grabmaier (rechts)

Christian Angermayer und Dr. Sebastian Grabmaier (rechts)

Laut einer offiziellen Pressemitteilung der ABL-Group seien "die entsprechenden Gesellschafter- beschlüsse Ende August von den fünf Partnern einvernehmlich gefasst und seitdem Zug um Zug umgesetzt worden".

Ein Zusammenhang mit einem jüngst in der "Wirtschaftswoche" erschienenen sehr kritischen Bericht über die ABL dementierte ein Sprecher aber. "Wir haben jedoch gerade in den letzten Jahren auch erkennen müssen, dass sich einerseits das Synergiepotential zwischen den einzelnen Gruppengesellschaften in Grenzen hält und sich andererseits fokussierte Unternehmen gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Phase im Wettbewerb und auch an der Börse besser behaupten können als Finanzkonglomerate", lautet das offizielle Statement der beiden ABL-Co-CEOs Christian Angermayer und Dr. Sebastian Grabmaier über die Abtrennung der oben genannten Unternehmen. "Eine Aufgabe des Holding-Ansatzes und Stärkung der einzelnen Einheiten ist die logische Konsequenz und liegt auch im Interesse unserer Mitarbeiter und Co-Investoren in den einzelnen Gesellschaften." Eine nähere Berichterstattung von FONDS professionell ONLINE wird folgen.

Grabmaier und Konrad übernehmen Aragon
Dabei wird der Anteil der ABL an der börsennotierten Aragon AG, zu der unter anderem der Maklerpool Jung, DMS & Cie. und weitere Finanzvertriebe gehören, im Zuge eines Management Buyouts von einer Holding übernommen. Diese von den Aragon-Vorstandsmitgliedern Dr. Sebastian Grabmaier und Ralph Konrad kontrollierte Gesellschaft wird die insgesamt 40,7 Prozent, die die ABL Group derzeit noch an Aragon hält, aufkaufen. Die Übernahme der Anteile durch die neu gegründete Aragon Holding GmbH steht unter aufschiebenden Bedingungen, soll aber noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Der Kurs der Aragon-Aktie stieg heute Morgen nach Bekanntwerden des Buyouts kurzfristig um knapp 20 Prozent auf 3,20 Euro. Derzeit halten neben der ABL Group noch die Axa 27 Prozent, die Citigroup Financial Products Inc. Zehn Prozent und die Credit Suisse acht Prozent der Aktienanteile an der Aragon. Der Rest der Aktien (17 Prozent) ist im Streubesitz. Im Zuge des Eigentümerwechsels wird die Aragon auch ihren Aufsichtsrat neu besetzen. Den Vorsitz wird Dr. Herbert Walter, Unternehmensberater und ehemals Vorstandsvorsitzender der Dresdner Bank, übernehmen. Als Stellvertreter ist Rechtsanwalt Dr. Christian Waigel vorgesehen.

Anteil an Asset Manager Altira an Finanzinvestoren verkauft
Wie ABL weiter mitteilt wurden die Anteile an der Altira AG bereits bei Finanzinvestoren platziert. David Zimmer bleibt weiterhin CEO. Das Wertpapierhaus Silvia Quandt & Cie wird mit der PVM Private Values Media AG einen neuen Kernaktionär bekommen und wird in FCM Frankfurt Capital Markets umbenannt. Frau Silvia Quandt und ihr Sohn Golo waren bereits 2011 als Gesellschafter ausgeschieden und unterhalten keine Geschäftsbeziehungen mehr zur Gruppe. Das Unternehmen wird weiterhin von Hans Ostermair als Alleinvorstand geführt. Im Zuge der Umstrukturierung wird auch eine Kapitalerhöhung durchgeführt.

Christian Angermayer, der bisher vornehmlich Holdingaufgaben innerhalb der ABL wahrgenommen hat, solle verschiedene ABL-Beteiligungen außerhalb des Finanzdienstleistungssektors, unter anderem im Emerging-Markets-, Rohstoff- und Medienbereich übernehmen. Zudem stehe er den drei Finanzdienstleistungsgesellschaften weiterhin beratend zur Verfügung. (jb)


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