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24.05. | 2013

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HCI: Vorstand Friedrichs verlässt das sinkende Schiff

HCI-Vorstandschef Ralf Friedrichs geht

Der Vorstandsvorsitzende der HCI Capital AG, Ralf Friedrichs, verlässt das Hamburger Unternehmen zum 30. Juni 2013. Dieser Schritt erfolgt im beiderseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat, teilte das börsennotierte Emissionshaus am Freitagabend mit. Friedrichs ist seit 2001 in verschiedenen Funktionen bei der HCI Gruppe tätig; 2008 übernahm er den Vorstandsvorsitz. Den wird künftig David Landgrebe bekleiden. Der Manager kommt von der Reederei Peter Döhle und wird mit Vorstand Ingo Kuhlmann die HCI Gruppe führen. 

Die Döhle Gruppe hält 31,1 Prozent der HCI-Aktien. Weitere 15,6 Prozent gehören der Reederei Ernst Russ, an der Döhle beteiligt ist. Erst Mitte April kam es zu maßgeblichen Veränderungen im Aktionärskreis, nachdem MPC Capital alle HCI-Anteile – großteils an Döhle – verkauft hatte (FONDS professionell berichtete). Im Geschäftsjahr 2012 konnte HCI die Finanzergebnisse zwar verbessern. Dennoch blieb bei einem leichten operativen Plus von 1,2 Millionen Euro unterm Strich ein Konzernverlust von 7,6 Millionen Euro. Der Aktienkurs befindet sich seit Jahren im Keller, wobei das Papier seit Herbst 2011 durchgehend unter einem Euro notiert. 
 
HCI Capital zählte einst zu den führenden Anbietern geschlossener Fonds. Insbesondere mit Schiffsbeteiligungen konnte das Emissionshaus in den erfolgreichen Zeiten jährlich mehrere hundert Millionen Euro Eigenkapital bei Investoren einwerben. Nach dem jüngsten Crash in der Finanz- und Weltwirtschaft und der anhaltenden Krise in der Schifffahrt ist HCI wie andere Emissionshäuser, die ihren Schwerpunkt bei Schiffsfonds hatten, in die Krise gestürzt. HCI ist Marktführer bei den in Schieflage befindlichen Schiffsbeteiligungen. Branchenkennern zufolge beläuft sich die Zahl der Sanierungsfälle auf über 100 Schiffe; mehr als 20 von HCI-Fonds finanzierte Frachter sind in die Insolvenz geschlittert. Ein Ende der Krise ist nicht abzusehen. (ae)


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