Der Elektrofahrrad-Entwickler Freygeist steckt in Schwierigkeiten. Vor kurzem hat das deutsch-österreichische Unternehmen Insolvenz angemeldet. Im Insolvenzregister gibt es diesbezüglich aber noch keinen Eintrag. Berichten zufolge sind sowohl die deutsche Gesellschaft in Berlin als auch die österreichische in Wien betroffen. Freygeist hat über die Plattform Companisto bei 1.107 Crowd-Investoren 1,5 Millionen Euro Kapital eingesammelt.

Die Anleger wurden "sehr frühzeitig" über die Entwicklung direkt informiert, betont ein Companisto-Sprecher, der sich darüber hinaus allerdings sehr bedeckt gibt. Auf der Internetseite der Crowdinvesting-Plattform gibt es noch keinen Hinweis auf die Probleme von Freygeist. Companisto begründet das damit, dass bislang nur Insolvenzanträge gestellt worden seien. Erst nach Abschluss der Insolvenzverfahren werde der Projektstatus aktualisiert. Die Crowdinvesting-Kampagne lief im Jahr 2015.

Der österreichische "Kurier" berichtet unterdessen, dass die Hintergründe der Insolvenz noch unklar seien. Unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten ehemaligen Geschäftsführer meldet die Tageszeitung, dass das Unternehmen derzeit führungslos ist, weil der im vergangenen August installierte einzelvertretungsbefugte Geschäftsführer das Amt Ende November zurückgelegt habe. Im österreichischen Firmenbuch und im deutschen Handelsregister gibt es diesbezüglich keine Notizen. Zum Geschäftsverlauf gab der Informant im "Kurier" an, dass Freygeist im Vorjahr 500 Räder gebaut und verkauft habe und hunderte Räder von Händlern vorbestellt seien. (ae)