Eines der Vermächtnisse der globalen Finanzkrise ist die phänomenale Zunahme von Multi-Asset-Fonds. Vor der Pleite von Lehman Brothers verfolgten viele Anleger bei der Allokation ihres Vermögens in Anleihen und Aktien einen konventionellen Ansatz. Bei Aktien war eine starke Ausrichtung auf den Inlandsmarkt gang und gäbe. Bei der Auswahl von festverzinslichen Wertpapieren wurden tendenziell wichtige Risikofaktoren wie Laufzeit, Währung und Liquidität nicht berücksichtigt. Zu allem Überfluss unternahmen viele Anleger erst gar nicht den Versuch, die vielfältigen Chancen innerhalb einzelner Anlageklassen zu nutzen.

"Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt schwimmt"
"Dass diese Strategie mit Fehlern behaftet war, sollte sich herausstellen, als die globale Finanzkrise die Märkte erschütterte und Anleger bei vermeintlich gut diversifizierten Portfolios starke Einbrüche verkraften mussten", sagt Hartwig Kos, Vize-CIO und Co-Head of Multi-Asset bei Syz Asset Management. "Oder, um es mit Warren Buffets Worten auszudrücken, 'erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer nackt schwimmt'. Das war ein Weckruf für die Investmentbranche – das Multi-Asset-Konzept rückte als Lösung ins Rampenlicht."

Seither ist die Nachfrage nach Multi-Asset-Produkten rasant gestiegen. Angesichts hunderter konkurrierender Strategien stellt der Auswahlprozess für Anleger und Vermögensverwalter eine echte Herausforderung dar. Diese Fonds, die alle unter dem Titel "Multi-Asset" geführt werden, sind sehr unterschiedlich ausgeprägt und verfolgen beim Risikomanagement verschiedene Ansätze. Zwar hat aber jeder Anleger unterschiedliche Ziele, doch nach Ansicht von Kos gibt es einige gemeinsame Nenner.

In unserer Fotostrecke oben erläutert der Experte sieben Grundsätze, die bei Multi-Asset-Anlagen stets Erfolg versprechen. (mb)