Die DNB Asset Management, die in den vergangenen Jahren hierzulande vor allem mit ihrem Technology Fund und dem Nordic Equities Fund gepunktet hat, öffnet ein weiteres ihrer altgedienten Portfolios für nicht-skandinavische Anleger. Der DNB Fund – Health Care (LU1660425346), wird über die Luxemburger Plattform im DACH-Raum sowie in Spanien und Finnland ausgerollt, heißt es.

Der Fonds ist in Norwegen und Schweden schon seit 18 Jahren für private und institutionelle Investoren zugänglich. Risiko muss man aushalten, dafür lockten in der Vergangenheit sehenswerte Performances: In den vergangenen zehn Jahren steht ein durchschnittliches jährliches Wertwachstum von 13,86 Prozent zu Buche. Dieses geht hauptsächlich auf die Jahre 2013 (annähernd plus 46 Prozent), 2014 (plus 50) und 2015 (plus 30 Prozent) zurück. Seit 2012 managet Eirik Hernes Larsen den Fonds.

Unterbewertete Unternehmen
Larsens bisheriges Erfolgsrezept: tägliche Marktbewegungen ausblenden und dafür "große Marktschwankungen für die langfristige Entwicklung des Fonds ausnutzen". Wie es in einer Aussendung heißt, sucht Larsen gezielt nach Unternehmen, die er auf Basis einer konservativen Prognose der künftigen Cashflows für unterbewertet hält. Neben den Cashflows entscheiden wesentlich auch die Bilanz, das Wachstumspotenzial sowie die Marktposition und die langfristige Visibilität darüber, ob ein Unternehmen ins Portfolio aufgenommen wird.

Das investierbare Anlageuniversum besteht laut Aussendung aus 3.000 Unternehmen. Momentan enthält der Fonds 34 Titel. Historisch betrachtet habe der Gesundheitsmarkt den breiten Markt in Bezug auf Performance und Volatilität hinter sich gelassen. Der Sektor weise ein Ertragswachstum von neun Prozent jährlich auf und damit deutlich mehr als der Gesamtmarkt mit fünf Prozent, heißt es vonseiten DNB AM.

Selektion nötig
Ein selektiver Ansatz sei erforderlich, denn die Gesundheitsbranche werde dieses Jahr gemischte Ergebnisse erzielen, so Larsen. Marktkonsolidierungen und die US-Steuerreform seien Wachstumstreiber. Die Unternehmen wenden das Kapital verstärkt für Investitionen und Akquisitionen auf. Umgekehrt bleibt der anhaltende Preisdruck auf Medikamente jedoch ein Dämpfer, so Larsen. "Langfristig gesehen bietet der Gesundheitsmarkt aber angesichts von Produktinnovationen, der demografischen Entwicklung und des Aufholpotenzials unterentwickelter Gesundheitsmärkte weltweit exzellente Perspektiven", resümiert Larsen.

Das norwegische Pendant mit der ISIN NO0010337579 hat bei Morningstar vier Sterne. Letztes Jahr wurde dieser bei den Lipper Fund Awards Nordics als bester Aktienfonds im Health-Care-Bereich mit einer Laufzeit von drei Jahren prämiert, heißt es bei der DNB. (eml)