Die DWS hat diverse White-Label-Fonds, für die einst das Kölner Privatbankhaus Sal. Oppenheim als Kapitalverwaltungsgesellschaft fungierte, in ihr Sortiment integriert. Das bestätigte der Asset Manager FONDS professionell ONLINE gegenüber auf Anfrage. Bei den Fonds handelt es sich um elf Produkte, die erst Ende 2017 an die DWS übergegangen waren, nachdem die Deutsche Bank das 1789 gegründete Traditionsunternehmen endgültig abgewickelt und seinen institutionellen Geschäftsbereich in die DWS eingegliedert hatte. Die zu Sal. Oppenheim zählenden Luxemburger White-Label-Plattform war Ende vergangenen Jahres an Hauck & Aufhäuser verkauft worden.

Die ehemalige Privatbank war 2010 Teil des deutschen Bankriesen geworden. 2013 hatte dieser die Fondspalette des einst in Köln ansässigen Geldinstituts bereits überarbeitet und nur zehn Portfolios der deutschen Tochter Oppenheim Kapitalanlagegesellschaft (OKAG) bei dem damaligen Kölner Haus belassen. Das Third-Party-Geschäft in Deutschland und Luxemburg, also die Betreuung von Fonds, die von externen Managern gesteuert werden – darunter auch die Deutsche Bank selbst – war damals nicht angetastet worden (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Deren Asset Management-Tochter DWS hat die Portfolios im Laufe des Jahres überprüft, ob sie diese mangels Volumen schließen oder mit eigenen Portfolio-Pendants fusionieren sollte. Offenbar wurde bislang kein "Alt-Fonds" dichtgemacht, einige wurden jedoch umbenannt, wie die nachfolgende Tabelle zeigt. (jb)