Das Insolvenzthema beherrscht momentan den Beteiligungsmarkt und drängt Sachwertinvestments einmal mehr in die Nähe des "Grauen Kapitalmarkta", der den Ruf hat, die Anleger nur abzuzocken. Sachlich fundiert ist die Kritik nicht, obwohl unbestritten ist, dass viele Anleger mit unzähligen Fonds viel Geld verloren haben. Vor diesem Hintergrund tun positive Nachrichten der gescholtenen Branche gut. Zwei Beteiligungen, die von der Insolvenz des Mieters getroffen wurden, haben kürzlich ein erfolgreiches Ende gefunden.

Denn die beiden CFB-Flugzeugfonds "Airbus I A319" und "Airbus II A319" der Commerz Real haben im vergangenen Januar ihre Flugzeuge verkauft. Käufer ist nach Informationen von FONDS professionell ONLINE die Deutsche Lufthansa. Die 2008 gebauten Maschinen waren ursprünglich an Air Berlin vermietet. Die Fluggesellschaft meldete wie berichtet im Sommer 2017 Insolvenz an.

Verkauf war besser als Anschlussvermietung
Commerz Real wollte die Airbus-Jets ursprünglich über einen neuen Leasingvertrag weiter vermieten, um die Spekulationssteuer auf einen Verkaufsgewinn zu vermeiden. Es gab aber dem Vernehmen nach keine vernünftige wirtschaftliche Lösung für einen Weiterbeschäftigung, mit der sowohl die Kredite bedient als auch Auszahlungen an die Anleger hätten vorgenommen werden können. Deshalb schlug Commerz Real im Dezember 2017 vor, die Flugzeuge an die Lufthansa zu verkaufen.

Den Anlegern stellte das Fondsmanagent in Aussicht, dass sie nach dem Verkauf auf einen Gesamtmittelrückfluss vor Steuern in Höhe von 145 Prozent bezogen auf ihrer eingesetztes Kapital kommen werden, nachdem alle Verbindlichkeiten der Fonds getilgt wurden. Die Gesellschafter haben der Veräußerung zugestimmt. Im Januar 2018 wechselten die Flugzeuge den Eigentümer. Ende März haben die Anleger eine Auszahlung von knapp 92 Prozent des Nominalkapitals erhalten. (ae)