Die französische Fondsgesellschaft La Financière de l’Echiquier hat ihren Echiquier Entrepreneurs Fonds vorläufig wieder für Anleger geöffnet. Seit dem 1. Oktober können Investoren den Fonds zeichnen, ohne dass ein Zwangausgabeaufschlag von fünf Prozent fällig wird, wie der Vermögensverwalter mitteilt. Er kann damit nun zusätzlich zu seinem Fondsvolumen von fast 360 Millionen Euro weitere Anlagegelder in Höhe von vorerst rund 75 Millionen Euro aufnehmen.

Der Asset Manager hatte im Februar 2017 zu dieser Form eines Soft Close gegriffen, um die Mittelzuflüsse zumindest stark einzudämmen. Damit sollte die Manövrierfähigkeit des damals 350 Millionen Euro schweren Nebenwerte-Portfolios erhalten und die Bestandskunden geschützt werden. Besonders im marktengen Segment der Nebenwerte ist nämlich Flexibilität und Liquiditätsmanagement erfolgsentscheidend: Wenn ein Fonds zu viele Anlegergelder investieren muss, kann es passieren, dass die überflüssige Liquidität die Performance ausbremst, weil die Manager das Geld schlicht nicht rechtzeitig anlegen können.

Geringes Angebot
Die Wiedereröffnung des Echiquier Entrepreneurs erfolgt nach eigenen Angaben vor dem Hintergrund eines derzeit relativ geringen Angebots an Fonds dieser Kategorie. Hinzu komme ein günstigeres Markt- und Liquiditätsumfelds für diese Anlageklasse. Gleichzeitig wachse die Nachfrage durch Anleger, die ihr Vermögen so investieren wollen, dass es der Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen zugutekommt. (jb)