Fußballspieler können schon mal einiges wert sein: So etwa das brasilianische Jungtalent Neymar da Silva Santos Júnior. Der 25-Jährige soll am Transfermarkt rund 150 Millionen Euro kosten – und die Ausgaben für Fußballvereine, die gute Spieler abwerben wollen, könnten noch weiter steigen. Denn kaum ein Wirtschaftssektor ist in den vergangenen Jahren so stark gewachsen wie der Profi-Sport, stellt die Privatbank Donner & Reuschel fest – und hat deshalb den Sports Investments International Fonds aufgelegt.

Besonders gute Investitionschancen sehen die Hamburger im Fußball. Hier wurden beispielsweise sowohl der Wert der europäischen Profivereine als auch die Preise der Übertragungsrechte seit der Jahrtausendwende um rund neun Prozent p.a. gesteigert. "Die Sport- und Entertainmentbranche wird weiter von der Digitalisierung profitieren, denn Medienrechte, Daten und eSports sind die großen Wachstumstreiber der Zukunft", sagt Martin Wolf, der gemeinsam mit Robert Niemann, beide Sports Advisory International in München, als Berater des Fonds fungiert.

Der Fonds investiert deshalb in die kommerziellen Bereiche des Sports mit den Schwerpunkten Fußball und Entertainment. Dazu gehören beispielsweise Übertragungsrechte, Beteiligungen an Vereinen oder Ausrüstern und Sportimmobilien wie Leistungszentren oder Stadien. Zum ersten Mal können nun Anleger an diese Branche investieren.

Allerdings eignet sich der Fonds wohl eher für gut betuchte Kunden: Die Mindestanlage beträgt eine Million Euro. Donner & Reuschel übernimmt sowohl die Funktion der Verwahrstelle als auch des exklusiven Vertriebspartners, als Service-KVG fungiert die Hansainvest. Mittelfristig soll ein Fondsvolumen von 200 Millionen Euro erreicht werden. Die Zielrendite auf Fondsebene (IRR) beträgt acht Prozent p.a. vor Kosten, die Laufzeit des Fonds ist bis Ende 2028 vorgesehen. Die laufenden Kosten betragen 2,3 Prozent, der Ausgabeaufschlag bis zu fünf Prozent p.a.. (cf)