Während sehr viele Anbieter über Krisen, Regulierung und Absatzschwächen jammern, freuen sich manche über zügige Platzierungen. Die Regionalflugzeuge von HEH oder die Pflegeheimfonds von Immac sind beispielsweise für gewöhnlich rasch vergriffen und das zuverlässig. Nun meldet der Projektentwickler Primus Valor, dass sein "Immochance Deutschland 8 Renovation Plus" (ICD 8) zu achtzig Prozent verkauft ist. Deshalb wurde das Emissionsvoluimen von 25 auf 40 Millionen Euro aufgestockt.

Den Vorgängerfonds ICD 7 hat der Initiator ebenfalls mit 40 Millionen Euro Eigenkapital geschlossen. Bei dieser Beteilgung wurde das prospektierte Emissionsvolumen nach fünf Monaten Vertriebszeit von 20 auf 40 Millionen Euro verdoppelt. Im Vergleich zu den Boomjahren bei den geschlossenen Fonds sind solche Platzierungsziele nicht herausragend, in diesen Tagen sind sie aber gut und ein Zeichen dafür, dass der geschlossene Fonds nicht tot ist.

Erfolg mit der Schaffung von Wohnraum
Der Alternative Investmentfonds (AIF) kam im Februar dieses Jahres auf den Markt. Das Investitionskonzept sieht vor, dass der Fonds Wohnimmobilien in Deutschland kauft, um sie anschließend energetisch zu sanieren. "Noch stärker als bei den Vorgängerfonds will sich der ICD 8 darauf fokussieren, mittels gezielter Renovierungen Potenziale in Immobilien zu heben und so eine von der Entwicklung des Marktes unabhängige Rendite zu bieten", heißt es in einer aktuellen Aussendung von Primus Valor-Vorstand Gordon Grundler.

Das Portfolio besteht nach Unternehmensangaben zurzeit aus drei Immobilien. Die jüngste Investition wurde in Heilbronn getätigt. Dort soll ein Gewerbeobjekt teilweise in hochwertigen Wohnraum umgewandelt werden. Primus Valor stellt den Anlegern des ICD 8 für 2017 vier Prozent und für 2018 immerhin 5,5 Prozent Rendite in Aussicht. (ae)