Anleger, die in den vergangenen zehn Jahren auf europäische Aktienfonds gesetzt haben, hatten es nicht eben leicht. An der Eurokrise drohte die Staatengemeinschaft zu zerbrechen, Griechenland stand am Rande des Abgrunds, und die Briten wollen der Union überhaupt nicht mehr angehören. Anleger, die sich im Rahmen eines Sparplans für einen europäischen Aktienfonds entschieden haben, wurden also auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

Doch die hat sich gelohnt: Wer seit Anfang 2008 monatlich 100 Euro in die Fondskategorie einzahlte, hat laut der jüngsten Sparplan-Wertentwicklungsstatistik des Branchenverbands BVI per Ende Dezember 2017 durchschnittlich 5.383 Euro dazuverdient – was einer Performance von immerhin 7,2 Prozent pro Jahr entspricht, und das nach Abzug von Fondskosten und Ausgabeaufschlägen!

Wegen des Durchschnittskosteneffekts waren Fondssparer gegenüber Einmalanlegern eindeutig im Vorteil: Eine Anfang 2008 getätigte Einmalanlage in europäische Aktienfonds hätte simultan nur eine kümmerliche Jahresrendite von 2,6 Prozent erwirtschaftet. Oder anders gerechnet: Der identische Anlagebetrag von 12.000 Euro hätte als Einmaleinzahlung nur einen Investorenlohn von rund 3.500 statt von 5.383 Euro wie bei der Sparplanvariante abgeworfen.

Im Sortiment finden sich zahlreiche Produkte, die in den letzten Jahren außerordentlich gut performten und ihren Anlegern satte Überrenditen bescherten. FONDS professionell ONLINE hat die jüngste Sparplan-Statistik des Branchenverbands BVI unter die Lupe genommen: Die Redaktion zeigt nicht nur, was Anleger bei einer monatlichen Einzahlung von jeweils 100 Euro in zehn Jahren mit den besten europäischen Aktienfonds verdienen konnten. Auch, wie die Manager die renditestärksten Europa-Produkte derzeit aufgestellt haben, finden Sie in der Bilderstrecke oben heraus! (cf)


Die weiteren Teile des großen Sparplan-Checks können unsere Leser hier abrufen:
Teil 1: Diese anleihenbetonten Mischfonds sind top
Teil 2: Welche ausgewogenen Mischfonds Spitze sind
Teil 3: Die Top-Produkte bei aktienlastigen Mischfonds


Über die Wertentwicklungsstatistiken des BVI
Die Berechnung des BVI berücksichtigt sowohl den Ausgabeaufschlag als auch alle fondsinternen Kosten. Ausschüttungen wurden außerdem rechnerisch umgehend in neue Investmentfondsanteile investiert. Das soll den Vergleich ausschüttender und thesaurierender Investmentfonds erlauben.

Erklärung zu den Grafiken in der Bilderstrecke: Die jeweils obere Grafik zeigt die Entwicklung des Fonds. Die Tortengrafik unten veranschaulicht die größten Positionen des Produkts. Fahren Sie mit der Maus über die einzelnen Tortenstücke oder klicken Sie diese an, um den %-Anteil der Position zu erfahren.