Anleger des in Abwicklung befindlichen Kanam Grundinvest Fonds erhalten vor Jahresende nochmals eine Ausschüttung von 2,88 Euro je Anteil. Das entspricht insgesamt rund 206 Millionen Euro, teilte die Verwahrstelle M.M. Warburg am Dienstag mit. Damit hat der offene Immobilienfonds im Jahr 2017 in Summe 5,88 Euro je Anteil oder rund 421 Millionen Euro ausgeschüttet.

Der Kanam Grundinvest zählt zu den Immobilienfonds, die während der Finanzkrise in Liquiditätsnöte geraten waren und seither abgewickelt werden. Zum 1. Januar 2017 hatte M.M. Warburg als Depotbank die Verwaltung des Sondervermögens übernommen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Knapp 800 Millionen Euro verbleiben im Fonds
Zu Spitzenzeiten verwaltete der Kanam Grundinvest Immobilien im Wert von rund 6,4 Milliarden Euro. Nach der Ausschüttung verbleibt im Fonds eine Liquidität von knapp 800 Millionen Euro. Das ist nötig, weil der Fonds weiterhin für diverse Risiken gerade stehen muss, beispielsweise steuerlicher Art oder im Zusammenhang mit Objektverkäufen. Die Verwahrstelle schüttet daher nur frei verfügbare Liquidität aus – sonst würde sie im Fall der Fälle selbst zur Kasse gebeten.

"Infolge der regelmäßigen Überprüfung aller Risiken konnte aktuell eine zur Ausschüttung frei verfügbare Liquidität identifiziert werden", heißt es in der aktuellen Mitteilung. "Im Wesentlichen wird diese aus frei werdenden steuerlichen Einbehalten gespeist." Die nächsten Ausschüttungen seien "vom Abnehmen der Risiken und vom Verkauf der letzten vier im Fonds befindlichen Objekte abhängig". (bm)