Das Analysehaus Morningstar hat das Rating von vier Fonds des Kölner Anbieters Flossbach von Storch (FvS) überprüft, darunter auch die Bewertung des Flaggschiffs FvS Multiple Opportunities. Die Analysten halten bei allen vier Fonds an ihrem Votum fest: Sie vergeben die Note "Bronze". Neben dem Schaufenster-Produkt bewerteten die Morningstar-Experten auch die Multi-Asset-Vehikel Defensive, Balanced und Growth.

Das Dickschiff des Hauses, der flexible Mischfonds Multiple Opportunities, sei unverändert eine gute Wahl für Anleger, meinen die Analysten. Bert Flossbach ist seit Auflage im Oktober 2007 für das Portfolio verantwortlich. Bei der Portfoliokonstruktion ist Flossbach nur geringen Beschränkungen unterworfen, achtet aber auf eine breite Diversifizierung. Hinsichtlich der Titelauswahl setzt er auf qualitativ hochwertige Unternehmen mit nachhaltig hohen Free-Cashflow-Renditen.

Permanenter Gegenwind
Wie bei den früheren Rating-Berichten kritisieren die Experten aber zwei Punkte: Zum einen wünschen sie sich klarere Aussagen, wieviel Geld der Bestseller noch aufnehmen kann. Derzeit ist das Vehikel zwölf Milliarden Euro schwer. Hinzu kommen weitere vier Milliarden Euro im FvS Multiple Opportunities II, der die gleiche Anlagestrategie verfolgt.

Insbesondere im Bereich der Nebenwerte oder der Wandelanleihen könnte Flossbach hier nicht mehr so frei agieren wie früher, so Morningstar. Zudem kritisieren die Analysten nach wie vor, wie die erfolgsabhängige Gebühr des Produkts gestaltet ist. Die hohen Kosten des Fonds bescheren der Wertentwicklung – und damit der Rendite der Anleger – permanenten Gegenwind.

Lob für Elmar Peters' Multi-Asset-Fonds
Bei den drei anderen Multi-Asset-Fonds des Kölner Vermögensverwalters loben die Analysten, wie Manager Elmar Peters seit seinem Amtsantritt im April 2016 die Diversifikation erhöht habe. In allen drei Fonds fänden sich mehr Titel als früher. Zudem würden sich die Portfolios deutlicher unterscheiden, was den jeweiligen Risikoappetit der Anleger besser bedienen würde. Was die Kosten angeht, rangiert die Multi-Asset-Serie im Mittelfeld der Vergleichsgruppe. (ert)