Rentenfonds lohnen sich für Anleger nur sehr selten, zeigt eine neue Morningstar-Analyse. Vor Kosten schaffen es zwar einige aktive Anleihefondsmanager, ihren Vergleichsindex zu schlagen – etwa in den Kategorie Euro-Unternehmensanleihen, Schwellenländer-Unternehmensanleihen und bei globalen Rentenfonds.

Nach Kosten fällt der Median aber in jeder Kategorie deutlich hinter die Benchmark zurück. Ergo: Die unverhältnismäßig hohen Gebühren der Anbieter machen die Fondskategorie für Rnditesucher unattraktiv. Oder wie Morningstar es formuliert: "Die Suche nach erfolgreichen Rentenfonds ähnelt der Suche nach der Nadel im Heuhaufen." 

In einigen Kategorien liege der Median der Fonds schon vor Berücksichtigung der Gebühren so weit hinter der Benchmark, dass man im Grunde von einem programmierten Scheitern sprechen könne, schreiben die Morningstar-Analysten. "Das ist der Fall bei Kategorien, die auf diversifizierten Rentenmärkten investieren." Dort schneiden teure Fonds besonders schlecht ab. Auch in besonders volatilen Kategorien wie Schwellenländer-Bonds führen die hohen Kosten dazu, dass die Erfolgsaussichten aktiver Manager deutlich geschmälert werden.

Fondssterben erschwert das Investieren
Nicht nur die Kosten, auch die hohe Rate von Fondsauflösungen ist ein Problem. Bezieht man liquidierte Produkte mit ein, sinkt die Erfolgsquote von Anleihefonds noch einmal erheblich. So liegt der Anteil der Fonds, die überleben und zudem ihren Vergleichsindex übertreffen, je nach Kategorie zwischen neun und 49 Prozent. "Das ist eine Herausforderung für Investoren, die sich für aktiv verwaltete Rentenfonds entschieden haben", heißt es von Morningstar. (fp)