Für Anleger, die in den wachsenden Fintechmarkt investieren wollen, hat der niederländische Asset Manager Robeco den Robeco Global Fintech Equities aufgelegt. Fintechs würden die experimentelle Start-up-Phase hinter sich lassen und hätten sich bereits am Markt etabliert, sagt Co-Fondsmanager Patrick Lemmens, der das Portfolio gemeinsam mit Jeroen van Oerle verwaltet. Um die damit verbundenen Anlagemöglichkeiten nutzen zu können, wurde der Robeco-Fonds im November aufgelegt und ist ab sofort auch für den Vertrieb in Deutschland zugelassen.

Der Aktienfonds kann unabhängig von einer Benchmark investieren und besteht aus einem konzentrierten Portfolio. Das selbstentwickelte Investmentuniversum besteht aus Unternehmen der folgenden drei Kategorien: Gewinner von heute, Fintech-Entwickler und Herausforderer. Die Gewinner von heute sind Unternehmen, die bereits einen deutlichen Wettbewerbsvorteil aufweisen. Fintech-Entwickler sollen den Trend zur Digitalisierung erleichtern, und die Herausforderer sollten in Zukunft vom Digitalisierungstrend profitieren.



Zahlreiche Börsengänge von Fintechs erwartet
"Um mit dem rapiden Wandel in ihrer Branche – wie digitalem Bezahlen, Blockchain oder Robo-Advice – Schritt halten zu können, müssen Finanzunternehmen in den kommenden drei bis fünf Jahren erhebliche IT-Investitionen tätigen. In nicht allzu ferner Zukunft werden Online-Zahlungen der Standard und Barzahlungen die Ausnahme sein. Fintech-Unternehmen dürften von diesem Trend profitieren", erwarten Lemmens und van Oerle.

Zu den Vorteilen börsennotierter Fintech-Unternehmen würde ihre höhere Liquidität zählen. "Wir erwarten für die nächsten Jahre zahlreiche Fintech-Börsengänge, insbesondere im Softwarebereich und in Asien", so Lemmens, der auch den Robeco New World Financial Equities managt. Zudem wollen Banken, Versicherer, Asset Manager und Technologieunternehmen Finanzplattformen schaffen, die den Kunden einen einfachen Zugang zu einer umfassenden Palette an Finanzlösungen bieten "Dies sollte zu Kooperationen zwischen großen Technologiefirmen und Finanzunternehmen führen", erklärt van Oerle. (cf)