Immobilien: Neuer Fonds von Hannover Leasing
Der Fondsmanager Hannover Leasing bereitet den Vertrieb eines neuen Privatkundenprodukts vor. Der Publikums-AIF ist fertig konzipiert und wurde bereits von der Bafin genehmigt. Beteiligungsgegenstände sind ein Hotel und eine Büroimmobilie in Freiburg. Das Bürogebäude wurde im August 2016 fertiggestellt, das Hotel soll im Mai 2017 bezugsfertig sein. Beide Immobilien sind Teil der Quartiersentwicklung "Heinrich-von-Stephan Businessmile". Hannover Leasing hat die Objekte im vergangenen Sommer von Strabag erworben. Das prospektierte Fondsvolumen beträgt 47,3 Millionen Euro. 24 Millionen Euro (zuzüglich Agio) sollen Privatanleger beisteuern. Sie können sich ab einem Investment von 10.000 Euro an dem Fonds beteiligen.


Immobilienfonds: Anleger werden vernünftiger
Die Erwartungen des Vertriebs an geschlossene Immobilienfonds haben sich der Realität angepasst. Inzwischen erwarten die meisten Anbieter bei den laufenden Auszahlungen der Fonds an Privatinvestoren nur noch bis zu vier Prozent. Früher forderte der Vertrieb fünf bis sechs Prozent, wenn nicht sogar mehr. Das ist eines der essentiellen Ergebnisse der "Immobilientrendstudie 2016" des Fondsmanagers Wealthcap. Auch bei den Gründen, die Anleger von der Beteiligung an neuen Fonds abhalten, gibt es Änderungen: Hemmschuhe sind nicht mehr lange Fondslaufzeiten oder hohe Fondsanlaufkosten, sondern in erster Linie die eingeschränkte Handelbarkeit und negative Erfahrungen mit früheren Beteiligungen. In der Gunst der Investoren ganz vorne stehen im Übrigen nach wie vor Büroimmobilien, gefolgt von Einzelhandelsflächen und Wohnimmobilien. Laut Wealthcap achten die Anleger zuerst auf die Qualität des Investments und erst in zweiter Linie auf die zu erwartende Rendite. Das Unternehmen führte die Umfrage bei Vertrieben in allen Finanzsparten durch. Die Studienteilnehmer platzieren rund 600 Millionen Euro Eigenkapital pro Jahr.


Zweitmarkt: Neuer Rekord
Die Fondsbörse Deutschland hat im Jahr 2016 Anteile an geschlossenen Fonds mit einem Nominalvolumen von 264 Millionen Euro gehandelt. Im Vergleich zu 2015 ist das Transaktionsvolumen um zehn Millionen Euro gestiegen; es wurden insgesamt 6.344 Fondsbeteiligungen für durchschnittlich 55 Prozent über die Zweitmarktplattform verkauft. 5.022 Transaktionen wickelte die Fondsbörse selbst, den Rest ihre Tochtergesellschaft Deutsche Zweitmarkt ab. Zwei Drittel des nominalen Gesamtumsatzes entfielen auf Immobilienfonds, teilte die Fondsbörse mit.


Immobilien: Big Deal in New York
Der geschlossene Immobilienfonds "Jamestown 27" hat das Geschäftshaus "Falchi Building" in New York mit großem Erfolg verkauft. Mitte 2012 hatte Jamestown das Objekt für einen Kaufpreis von 81,2 Millionen US-Dollar erworben und danach rund 52 Millionen US-Dollar für Infrastrukturverbesserungen und Aufwertung der Büroflächen investiert. Ende 2016 erfolgte der Verkauf zum Preis von 257,5 Millionen US-Dollar. Aus dem Verkauf erhielten die Anleger nach Unternehmensangaben 25 Prozent des ursprünglich investierten Eigenkapitals (vor Steuern) ausgezahlt.


Venture Capital: Start-ups bekommen weniger Finanzierung
Unternehmer haben 2016 deutlich weniger Venture Capital erhalten als im Jahr davor. Laut der Beratungsgesellschaft KPMG haben die Investoren voriges Jahr weltweit 127 Milliarden US-Dollar und damit 14 Milliarden US-Dollar weniger als 2015 investiert. Die Zahl der abgeschlossenen Investitionsrunden (Deals) ging um ein Viertel auf 13.665 zurück. In Europa ging die Zahl der Deals um fast ein Drittel zurück, das investierte Volumen sank von 18 auf 15,7 Milliarden US-Dollar, berichtete KPMG.


Immobilien: Project Gruppe meldet Plazierungsrekord
Der Immobilienmanager Project hat nach eigenen Angaben im Jahr 2016 bei professionellen und privaten Investoren insgesamt 264 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben. Von Privatanlegern kamen 88 Millionen Euro. Insgesamt erreichte das Unternehmen laut eigener Darstellung das höchste Platzierungsvolumen in der 21-jährigen Firmengeschichte. Auch der Umsatz beim Wohnungsverkauf in Höhe von 250 Millionen Euro sei auf Rekordniveau gestiegen.


Immobilien: Mieten in Mittelstädten ziehen kräftig an
Nicht nur in den Metropolen, sondern auch in den mittelgroßen Städten sind die Mietpreise inzwischen relativ hoch. Nach Angaben der Internetplattform immowelt.de sind die Wohnungen in Konstanz (11,70 Euro Miete pro Quadratmeter und Monat), Bad Homburg (10,90 Euro) und Sindelfingen und Tübingen (10,30 Euro) sowie Gießen (10,10 Euro) zurzeit am teuersten. In Gießen wurde die größte Preissteigerung unter den Mittelstädten (50.000 bis 100.000 Einwohner) verzeichnet. Hier sind die Mieten in den vergangenen fünf Jahren um 42 Prozent nach oben geklettert. In der Mehrheit der 108 untersuchten Städte sind die Mieten seit 2011 um mehr als zehn Prozent gestiegen.


Venture Capital: MIG-Beteiligung schließt große Kooperation
Das Pharmaforschnungsunternehmen Immatics, an dem mehrere Venture-Capital-Fonds der Reihe "MIG Fonds" beteiligt sind, kooperiert ab sofort mit dem internationalen Biotech-Unternehmen Amgen. Eine entsprechende Vereinbarung ist unterzeichnet worden, teilte die MIG AG. Immatics erhalte von Amgen zunächst eine Zahlung von 30 Millionen US-Dollar. Im Fall einer erfolgreichen Entwicklung von zwei Krebsimmuntherapien könne das deutsche Unternehmen jeweils bis zu 500 Millionen US-Dollar als Meilensteinzahlungen erhalten. Darüber hinaus seien Umsatzprovisionen in bis zu zweistelliger prozentualer Höhe vereinbart.


Immobilien: Größter Mietdeal in München
Der Fonds- und Immobilienmanager Sachsenfonds hat 2016 nach eigenen Angaben den größten Büro-Mietvertrag in München abgeschlossen. Er betrifft die "Highlight-Towers", in denen Sachfonds für die Eigentümer ein Mietverhältnis mit dem IT-Unternehmen Fujitsu über 24.500 Quadratmeter abgeschlossen hat. Im Dezember 2016 kaufte Commerzreal das Büroensemble für den offenen Fonds "Hausinvest". Der Kaufpreis wurde damals nicht genannt. Sachsenfonds meldete jetzt, dass es sich um das größte Einzelinvestment in München im vergangenen Jahr gehandelt habe. (ae)