Die Portfolios im Feld der vermögensverwaltenden Fonds (VV-Fonds) weisen derzeit eine recht hohe Wechselbeziehung zueinander auf. Dies zeigt eine Korrelationsmatrix ausgewählter VV-Fonds im neuen Heft 3/2018 von FONDS professionell, die in Zusammenarbeit mit dem Analysehaus MMD entstanden ist. Demnach lag die Korrelation bei den 20 ausgewählten Portfolios im Gesamtschnitt bei 0,44. Der Wert kann zwischen -1 und +1 liegen, wobei 1 eine hohe und -1 eine gegenläufige Wechselbeziehung signalisiert.

Dennoch fallen einzelne Ausreißer aus dem Feld auf: "Der Carmignac Patrimoine sieht bei solchen Vergleichen häufig recht gut aus", erläutert Nicolai Bräutigam, Analyst bei MMD. "Er hebt sich durch ein anderes Profil ab." In den vergangenen Jahren zeichnete sich das Milliardenportfolio des französischen Altmeisters bestenfalls mit einer mittelmäßigen, mitunter aber auch mit einer unterdurchschnittlichen Performance aus. Dennoch scheint das Flaggschiff der Franzosen zumindest aus Sicht der Diversifikation einen Blick wert.

Abseits der Herde
Und auch eine bestimmte Gruppe unter den VV-Fonds setzte sich von dem Feld ab: die Vertreter eines alternativen Ansatzes wie der Aviva Investors ­Multi-Strategy Target Return, der Invesco Global Targeted Return oder der Franklin K2 Alternative Strategies. Deren Manager ließen sich von Strategien aus der Hedgefondswelt inspirieren und übertragen diese in Publikumsfonds.

"Auf der anderen Seite sticht heraus, dass Fonds wie der Kapital Plus, der Flossbach von Storch Multiple Opportunities oder der Nordea Stable Return eine recht hohe Korrelation aufweisen", sagt MMD-Analyst Bräutigam. "Dabei gehören die Fonds unterschiedlichen Kategorien an und verfolgen völlig verschiedene Ansätze."

Keine eierlegende Wollmilchsau
Allerdings sollten die Ergebnisse auch mit Vorsicht betrachtet werden. So sind die alternativen Fonds noch recht jung, die Datenreihen entsprechend kurz. Zudem eröffnet eine solche Matrix zwar eine rasche Orientierung darüber, wie sich verschiedene Mischfondsstrategien in einem Portfolio zueinander verhalten könnten. "Eine Korrelationsübersicht ist aber nicht die eierlegende Wollmilchsau", stellt Bräutigam klar. "Man muss sich die Strategien im Detail anschauen und überprüfen." Die Daten spiegeln zudem lediglich die Historie wider und zeigen eine Momentaufnahme. (ert)


Die vollständige Korrelationstabelle sowie einen Vergleich zu früheren Auswertungen lesen Sie im FONDS-professionell-Heft 3/2018 ab Seite 90. Angemeldete KLUB-Mitglieder finden den Artikel auch hier im E-Magazin.