Eine weitere Sparkasse bringt dieser Tage Kunden mit gekündigten Sparverträgen gegen sich auf. Die Sparkasse Mansfeld-Südharz hat rund 1.900 sogenannte Prämiensparverträge gekündigt. Dabei sparen Kunden über Jahre hinweg Vermögen an und bekommen nach einer gewissen Zeit zusätzlich zum Zins eine Prämie. Die Sparkasse in Sachsen-Anhalt hat nun Verträge mit unbefristeter Laufzeit gekündigt, die die höchste Stufe der gestaffelten Prämienzahlungen bereits erreicht hatten, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung".

Die Verträge laufen nach dem Ende der dreimonatigen Kündigungsfrist zum 30. September aus. Momentan gibt es bei der Sparkasse Mansfeld-Südharz noch rund 8.100 Prämiensparkonten, auf denen rund 130 Millionen Euro liegen. Weitere Kündigungen könnten folgen, sobald zusätzliche Verträge die höchste Prämienstufe erreicht haben. Die Sparkasse will betroffenen Kunden alternative Anlageprodukte vorschlagen.

Sparverträge beschäftigen Gerichte
Ob es sich für betroffene Kunden lohnt, gegen die Kündigungen zu klagen, steht nach Einschätzung von Verbraucherschützern noch nicht fest. Rund um das Thema Kündigung von Prämien- und Bonussparverträgen gab es in den vergangenen Jahren bereits mehrere Urteile, die im Sinne der Sparer ausgingen. So hatten etwa die Sparkasse Zwickau und die Sparkasse Ulm in früheren Jahren Kunden aus langlaufenden Sparverträgen gedrängt. Die Sparkasse Ulm erlitt vor Gericht ebenfalls eine Schlappe. (fp)