Die Niederlande, Skandinavien und die Schweiz haben die besten Fonds. Das geht aus einer Analyse des Fondsratinghauses Morningstar hervor (die komplette Studie zum Nachlsesen gibt es hier). Niedrige Kosten und hohe Qualität gehen bei niederländischen, skandinavischen und eidgenössischen Produkten offenbar Hand in Hand.

Niederländische Fonds haben im Schnitt das beste Morningstar-Rating: Ende Juni glänzten sie mit durchschnittlich 3,47 von fünf möglichen Sternen. Normalerweise tendiert das durchschnittliche Sterne-Rating bei großen Fondsgruppen eher zu einem Wert von drei. Fonds aus Finnland haben im Schnitt ebenfalls 3,47 Sterne, dänische Produkte kommen auf 3,4. Schweizer Fonds liegen mit 3,39 Sternen nicht weit dahinter.

Den Morningstar-Analysten ist aufgefallen, dass Länder, in denen Fonds besonders günstig sind, auch besonders gut abschneiden: In den Niederlanden sind Kickbacks seit einigen Jahren verboten, in der Schweiz sind solche Vergütungsmodelle auf dem Rückzug. "Das hat zur Folge, dass viele Fonds nicht mehr mit Vertriebsgebühren belastet sind, was natürlich der Performance zugutekommt", sagt Morningstar-Analyst Ali Masarwah.

Portugal ist Schlusslicht
Dass in einigen Ländern keine Vertriebskosten auf Fondsebene anfallen, bedeutet nicht, dass Anleger diese Gebühren gar nicht schultern müssten – sie fallen nur außerhalb der Fondshülle an. Der Investmentprozess ist für Anleger deshalb nicht unbedingt günstiger. Der Vertrieb wird allerdings nicht aus den Produktkosten bezahlt. "Das setzt den Vertrieb im Zweifel geringeren Interessenskonflikten aus, als es beim Provisionsvertrieb der Fall ist", sagt Masarwah.

Fonds aus Deutschland bringen es im durchschnittlichen Rating gerade einmal auf 2,99 Sterne. Österreichische Produkte kommen auf 2,85 Sterne. Damit liegen sie hinter italienischen, aber vor spanischen Fonds. Am schlechtesten schnitten portugiesische Produkte ab. Sie haben durchschnittlich 2,55 Sterne. (fp)