Jetzt ist es allerhöchste Eisenbahn: Vermittler von Wohnimmobilienkrediten, die eine Erlaubnis gemäß Paragraf 34i Gewerbeordnung (GewO) beantragen möchten und schon die bislang vorgeschriebene 34c-Erlaubnis haben, sollten sich schleunigst zur nächsten zuständigen Erlaubnisbehörde begeben. Denn in sieben (!) Tagen läuft die einjährige Übergangsregelung des Gesetzgebers aus, durch die sie auch Inkrafttreten der neuen Wohnimmobilienkreditrichtlinie im März 2016 weiterhin Immobiliardarlehen an Verbraucher vermitteln durften.

Aktive Immobiliardarlehenvermitler müssen die neue 34i-Erlaubnis also bis zum 21. März erwerben. Ohne diese dürfen sie Wohnimmobiliardarlehen nicht mehr an Verbraucher vermittelt werden. Es droht Ihnen ein Berufsverbot.  

Bis 21. März kein Nachweise der Zuverlässigkeit
Experten stellen heraus, dass Besitzer der 34c-Erlaubnis bis Ende März noch andere Ausnaheregelungen nutzen können: Wer bis zum Ablauf der Übergangsfrist den Antrag unter Vorlage seiner bisherigen Erlaubnis stellt, für den entfällt die Prüfung der Zuverlässigkeit und der Vermögensverhältnisse. Wer zudem noch nachweisen kann, dass er in den letzten fünf Jahren bereits ununterbrochen Immobiliardarlehen an Verbraucher hat, benötigt darüber hinaus auch keinen Sachkundeprüfungsnachweis.

Berater, die nicht über die 34c-Erlaubnis verfügen, sind von der in sieben Tagen auslaufenden Übergangsfrist nicht betroffen. Sie kommen auch nicht in den Genuss der oben aufgezählten Vergünstigungen, sondern müssen ihre Zuverlässigkeit, geregelte Vermögensverhältnisse und ihre Sachkunde nachweisen. (jb)