Die für die Bekämpfung illegaler Finanzgeschäfte zuständige Abteilung der Bafin hat derzeit einiges zu tun. So meldet die Aufsicht, dass die im bayerischen Geiselhöring ansässige "Cashcar Buchner" und ihre Inhaberin Heike Buchner das unerlaubt betriebene Kreditgeschäft aufgeben müssen: Das Unternehmen biete Geldsuchenden den Ankauf und die umgehende Rückvermietung ihres Kraftfahrzeugs unter der Bezeichnung "sale & lease back" an. Zudem werde finanziell klammen Verbrauchern ein "Rücktrittsrecht" binnen sechs Monaten zum Zweck des "Rückkaufs" ihres Kraftfahrzeugs eingeräumt. Das Prozedere stellt aber ein Kreditgeschäft dar, für das Buchner keine Bafin-Erlaubnis besitzt.

Auch die Mannheimer Fair Pfand Deutschland GmbH muss ihre nicht-genehmigten Kreditgeschäfte einstellen. Laut Bafin gewährt sie Darlehen gegen die Verpfändung ganzer Waren- und Maschinenlager oder von Eigentümergrundschuldbriefen, was rechtlich als Kreditgeschäft angesehen wird. Auch eine Ausnahmeregelung für Pfandleiher greift hier laut Bafin nicht: "Pfandleiher dürfen das Kreditgeschäft ohne Erlaubnis der Bafin nur gegen Faustpfand an beweglichen Sachen im Rahmen ihrer eigenen Lagerkapazitäten betreiben. Hierunter fallen weder fremde Waren- und Maschinenlager noch Eigentümergrundschuldbriefe, da diese kein geeignetes Pfandobjekt sind", so die Behörde.

Und schließlich musste die Aufsicht gegen die ebenfalls in Mannheim ansässige "Valorum Vermögensverwaltung GmbH" wegen illegal betriebener Einlagengeschäfte vorgehen. Das Unternehmen schloss Darlehensverträge unter der Bezeichnung "Partiarisches (Gewinnabhängiges) Darlehen" und versprach die unbedingte Rückzahlung der angenommenen Gelder – ein klassischer Fall von unerlaubt betriebenem Einlagegeschäft. (jb)