Die Finanzaufsicht Bafin hat die Caceis Bank Deutschland mit einer saftigen Geldbuße von 105.000 Euro belegt. Das Geldinstitut hat zwei angemahnte Versäumnisse in der internen Kontrolle nicht schnell genug behoben. Das räumte ein Sprecher der Bank gegenüber FONDS professionell ONLINE ein und erklärte zugleich offen die Hintergründe.

Die Bonner Behörde hatte der in München ansässigen Bank das Bußgeld im vergangenen November auf Grundlage des Paragrafen 56 Absatz 2 Nr. 3 Buchstabe f) Kreditwesengesetz (KWG) aufgebrummt. Dieser Paragraf bestimmt, dass die Aufsicht Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit den Vorschriften in Paragraf 25a Absatz 2 Satz 2 KWG ahnden darf. Dieser wiederum regelt – vereinfacht ausgedrückt – die Einrichtung interner Kontrollen in einer Bank.

Konkret, so der Vorwurf, habe das zur französischen Bankengruppe Crédit Agricole gehörende Institut beispielsweise ungenutzte IT-Zugänge ehemaliger Mitarbeiter nach Auffassung der Bafin nicht zeitnah gelöscht. Zum anderen monierte die Bafin die Zusammensetzung des Risk & Compliance-Komitees der Bank, zu dem unter anderem einige Geschäftsführer zählten. "In diesen Punkten hatten wir eine andere Auffassung als die Bafin vertreten", so der Caceis-Sprecher. Die Bank habe die Änderungswünsche der Aufsicht dann auch sofort in Angriff genommen. Allerdings hätten sich die Mühlen der Bürokratie hinsichtlich der Bußgelder schon in Bewegung gesetzt. "Daher mussten wir doch zahlen", erklärt der Sprecher. (jb)