Die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II ist seit Jahresbeginn in Kraft. Seitdem arbeiten Banken und andere Finanzdienstleister nach den neuen Regeln. Die Direktvive hat neben vielen anderen Punkten dafür gesorgt, dass der Druck auf die Institute zugenommen hat, ihre Provisionen zu rechtfertigen.

Die Finanzaufsicht Bafin hat das komplexe Thema in der aktuellen Ausgabe ihres "Bafin Journals" im Rahmen einer Reihe von Erläuterungsartikeln zur Mifid II aufgegriffen und die wichtigsten Punkte hierzu erneut erklärt, eingeschlossen der Definitionen wichtiger Begriffe. Entscheidend ist, erinnert die Behörde, dass die provisionsbasierte Anlageberatung in Deutschland unter der Finanzmarktrichtlinie eigentlich nicht erlaubt ist, es besteht ein sogenanntes Zuwendungsverbot.

Demnach dürfen Wertpapierdienstleister keine Zuwendungen von Dritten annehmen, die nicht Kunde sind. Unter bestimmten, strengen Voraussetzungen gelten jedoch Ausnahmen von diesem Verbot. Sie sind die rechtliche Grundlage dafür, dass überhaupt noch eine provisionsbasierte Anlageberatung erfolgen kann. 
 
Welche Arten von Zuwendungen überhaupt existieren und unter welchen Bedingungen Provisionen weiterhin toleriert werden, können Sie in der Klickstrecke oben lesen! (jb)