Am 26. Juni tritt der Gesetzentwurf zur Neuordnung des deutschen Geldwäschegesetzes in Kraft, der Anfang des Jahres von der Bundesregierung beschlossen wurde, wie ptext.net berichtet. Inhalt ist unter anderem die Herabsetzung der Bargeldgrenze für anonyme Geschäfte mit "hochwertigen Gütern" – dazu zählen selbstverständlich auch Edelmetalle – von derzeit 15.000 Euro auf 10.000 Euro.

Für Edelmetallhändler ist vor allem Abschnitt 2 des neuen Gesetzes interessant (Risikomanagement). Dieser beleuchtet die erforderlichen Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (beíspielsweise Ausarbeitung von Kontrollverfahren, Bestellung eines Geldwäschebeauftragten, Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht etc.). In § 4 heißt es sinngemäß, dass Händler sich das gesamte geforderte Risikomanagement ersparen können und nicht den Bestimmungen des gesamten Abschnitts 2 unterworfen werden, wenn sie lediglich Barzahlungen bis 9.999,99 Euro zulassen. Für kleine Edelmetallhändler könnte das also heißen, in Zukunft gar keine Bargeschäfte mehr oberhalb von 9.999,99 Euro zu akzeptieren.

Beim aktuellen Goldpreis könnte man also nur noch zwei Hundert-Gramm-Barren oder acht Gold-Unzen ohne Aufzeichnung der persönlichen Daten erwerben. (mb)