Der Bundesrat hat heute einem Gesetz zugestimmt, dass Immobilienmaklern und Verwaltern von Wohnungseigentum (WEG) schärfere Regeln für die Ausübung ihres Gewerbes vorschreibt. Damit ist jetzt endgültig, dass WEG-Verwalter künftig eine Gewerbeerlaubnis haben müssen. Berlin ergänzte dafür den Paragrafen 34c Gewerbeordnung (GewO) um den Absatz 4.

Ohne den Nachweis ihre Zuverlässigkeit sowie geordnete Vermögensverhältnisse dürfen die Verwalter also nicht mehr tätig werden. Dazu kommt noch der verpflichtende Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung Immobilienmakler benötigen bereits eine Gewerbeerlaubnis. Im Gegensatz zu den Verwaltern müssen sie in Zukunft aber keine Versicherung haben.

Fortbildung statt Sachkundenachweis
Beide Berufsgruppen müssen sich ferner regelmäßig weiterbilden. Das Gesetz sieht vor, dass sie mindestens 20 Stunden innerhalb von drei Jahren zu diesem Zweck aufbringen. Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen ist der Erlaubnisbehörde nachzuweisen. Der Gesetzentwurf der Regierung sah sogar einen Sachkundenachweis vor, der im Parlament aber keine Mehrheit fand. Einzelheiten der Umsetzung sollen später in einer Rechtsverordnung geklärt werden.

Mit den neuen Regeln möchte die Regierung die Hürden für die Berufszulassung von Immobilienmaklern und WEG-Verwaltern erhöhen. Sie begründete dies damit, dass Verbraucher keine ungeeigneten Objekte erhalten und keine finanziellen Schäden durch eine unsachgemäße Verwaltung von Immobilien erleiden sollen. Schließlich setzten Privatleute Wohngebäude vermehrt auch für die Altersvorsorge ein. (jb)