Der Mannheimer Vermögensverwalter Performance IMC ist nach einvernehmlicher Trennung kein Mitglied mehr im Verband unabhängiger Vermögensverwalter (VuV). Der Grund: Zwei Vorstandsmitglieder des Finanzportfolioverwalters sitzen seit Mitte Mai in Untersuchungshaft. Eine entsprechende Meldung des Branchendienstes "Citywire Deutschland" bestätigte der geschäftsführende VuV-Verbandsjustiziar Nero Knapp auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE.

Die Gründe für die Inhaftierung sind nebulös. Die Staatsanwaltschaft Mannheim konnte sich auf Anfrage der Redaktion bislang noch nicht äußern. Allerdings zeichnet sich ab, dass ein Zusammenhang mit den drei eingefrorenen Fonds besteht, für die Performance IMC offiziell das Anlageberatungsmandat hat – FONDS professionell ONLINE berichtete exklusiv über den Vorgang: Die in Deutschland nicht mehr zum Vertrieb zugelassenen Portfolios Diversified Strategic Asset Allocation Saphir 1 und 2 können seit dem 7. Juli keine Anteilscheine mehr zurückgeben. Mittlerweile sind auch Anteilskäufe nicht mehr möglich. Das Gleiche gilt für den Fonds Saphir mit seinen drei Anteilsklassen A, B und C.  

Nicht-werthaltige Anleihen gekauft
Die Kapitalverwaltungsgesellschaft Hauck & Aufhäuser sah sich zu diesem drastischen Schritt veranlasst, da ihr Informationen vorlagen, dass die Werthaltigkeit eines Teils des Fondsvermögens möglicherweise nicht in vollem Umfang gegeben ist. Mit anderen Worten: Die Gesellschaft kann die korrekten Nettoinventarwerte der Fonds nicht berechnen. Weder Hauck & Aufhäuser noch Performance IMC wollten Stellung dazu beziehen.

Wie die Redaktion aber aus gut informierten Kreisen erfahren hat, sollen die beiden inhaftierten Vorstände zweifelhafte Anleihen in die Portfolios aufgenommen haben, die mutmaßlich nicht werthaltig sind. Welche dieser Papiere genau das Problem sind, ist noch nicht bekannt. Vielleicht können die Strafverfolger Licht ins Dunkel bringen. (jb)