Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat das Insurtech Clark abgemahnt. Der Grund waren rechtswidrige Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingen (AGB). Das in Frankfurt ansässige Start-up, das mit dem Angebot eines Versicherungsordners mit anschließender Beratung Kunden anlocken möchte (FONDS professionell ONLINE berichtete ausführlich), hat aber inzwischen eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben. Damit darf es die beanstandeten Klauseln nicht mehr verwenden, wie die Verbraucherschützer in einer Pressemitteilung schreiben-

Der Online-Makler wollte der Meldung zufolge seine eigene Haftung und auch die seiner Dienstleister für grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz ausschließen – beispielsweise bei technischen Fehlern der Software oder Wartungsarbeiten auf der Plattform selbst. "So könnte es durchaus passieren, dass Verbraucher Probleme mit dem Abschluss oder der Deckung ihres Versicherungsvertrags bekommen und das Unternehmen im Schadensfall nicht haftet, weil es sich auf technische Probleme beruft, die eigentlich in seinem Verantwortungsbereich liegen." erklärt Peter Grieble, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale.

Außerdem beanspruchte das Insutech in seinen AGB, diese bei einer Änderung des Marktes einseitig anpassen zu können. "Dass es dabei nicht darum geht, die Interessen von Verbrauchern zu berücksichtigen, liegt auf der Hand", sagt  der Experte. Auch sollten Verbraucher, die die Plattform nutzen, einen vermuteten Missbrauch ihrer Daten nach den Bedingungen des Versicherers nicht nur sofort, sondern auch schriftlich mitteilen müssen. "Dass nach Ansicht des Unternehmens eine E-Mail mit einer so eiligen Information nicht ausreichend sein soll, ist nicht nachvollziehbar und vor allem rechtswidrig," so Grieble weiter. "Anbieter dürfen in solchen Fällen nicht auf die schriftliche Form bestehen, sondern höchstens die Textform verlangen." Darunter fällt nach neuester Gesetzeslage auch die E-Mail. (jb)