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20.03. | 2013

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Solvium Capital wirbt weiter mit "Phantom-Versicherung"

Laut einem Medienbericht bewirbt der Containerinvestment-Anbieter Solvium Capital weiterhin die Absicherung seiner "Protect"-Produkte durch eine umstrittene Versicherung.

Solvium-Geschäftsführer Marc Schumann

Solvium-Geschäftsführer Marc Schumann

Wie das "fondstelegramm" berichtet, bleibt Solvium Capital-Geschäftsführer Marc Schumann trotz seiner Beteuerungen, dass "der Vertrag existiert und rechtskräftig zustande gekommen ist" (lesen Sie dazu den FONDS professionell ONLINE-Bericht "Sein oder Schein: Solvium Capitals geheimnisvolle Police"), bleibe er Namen oder eindeutige Belege, die einer Echtheits- und Plausibilitätsprüfung standhalten, abermals schuldig.

"Kein Allianz-Unternehmen zeichnet derartige Risiken"
Das "fondstelegramm" bat nun den mutmaßlichen Versicherer der Solvium Investments, die Allianz Versicherung, erneut um eine Stellungnahme. Das Unternehmen teilte schriftlich mit, man habe "bereits mehrfach klargestellt, dass kein Versicherungsvertrag für das Investmentprodukt der Solvium Capital mit einer Gesellschaft des Allianzkonzerns besteht. Kein Unternehmen der Allianz-Gruppe zeichnet derartige Risiken". Auch der von Schumann vorgetragenen Pflicht, den Namen der Versicherung geheim halten zu müssen, erteilt die Allianz laut dem Bericht eine klare Absage: "Eine Geheimhaltungsvereinbarung über den Versicherer wäre mit den gesetzlichen Transparenzpflichten nicht vereinbar."

"Kein aktiver Versicherungsschutz bei der Allianz"
Allen Beteuerungen zum Trotz sei für das "fondstelegramm" klar, dass für die "Protect-Produkte von Solvium kein aktiver Versicherungsschutz bei der Allianz bestehe". Ein Bestätigungsschreiben eines Generalvertreters über die Existenz der Versicherung (mit einem Volumen von 400 Millionen Euro, damals noch mit Carat Capital) sei nach Allianz-Auskunft kein gültiges, rechtsverbindliches Dokument, für das der Allianz Konzern einstehen müsste – zudem habe der Generalvertreter keine Vollmacht zum Abschluss so eines Geschäfts gehabt. Laut Allianz gibt es "keine Versicherungspolice, keine Versicherungsbedingungen, keine Korrespondenz mit dem Versicherer, keine Risikoprüfung durch den Versicherer, und das alles bei einem Risiko in Millionenhöhe, einer komplexen und neuartigen Produkt- und Risikostruktur, hochrisikoreicher Absicherung und trotz der Tatsache, dass der gewünschte Versicherungsschutz am Markt nicht angeboten wird".

Rechtlich und versicherungstechnisch nicht möglich
Das "fondstelegramm" vermutet den Zusammenschluss mehrerer Parteien, um für die "Protect"-Produkte eine Versicherung mit dem Allianz-Label zu konstruieren – dies sei dem involvierten Versicherungsvertreter allerdings in keiner Weise und zu keinem Zeitpunkt erlaubt gewesen. Auch der Industriemakler, die Nordtrust Insurance Broker GmbH, dürfe nicht im Namen einer Versicherung so ein Geschäft abschließen. Außerdem sei es rechtlich und versicherungstechnisch nicht möglich, dass die Nordtrust selbst der Versicherer ist und sich als Versicherer bei der Allianz rückversichert hat. Versicherer seien nur die nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz durch die Bafin zugelassenen Unternehmen – nur diese würden Versicherungen anbieten dürfen.

Involvierte Generalvertretung aus Allianz-Register gelöscht
Wie es in dem Bericht weiter heißt, bleibe die Existenz einer rechtsverbindlichen Versicherung nach dem Versicherungsrecht fraglich. Die Unterzeichner des von Schumann zitierten Versicherungsvertrags hätten allem Anschein nach einen Privatvertrag geschlossen, der keinen wirksamen Versicherungsschutz durch die Allianz darstelle. Der Verstoß gegen kaufmännische und berufstypische Befugnisse werde zu prüfen sein – das gelte auch für die Rolle des Rechtsbeistandes. Mittlerweile habe die Allianz aus diesem Fall die Konsequenzen gezogen und die Zusammenarbeit mit dem involvierten Versicherungsvertreter beendet – die Generalvertretung wurde aus dem Allianz-Register gelöscht... (mb)

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