Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat gegen Blackrock Investment Management ein Bußgeld in Höhe von 3,25 Millionen Euro und damit laut Bafin die höchste bislang verhängte Geldbuße festgesetzt.

Die Strafzahlung geht auf eine durch Blackrock angeschobene Prüfung im vergangene Jahr zurück. Damals hatten mehrere Blackrock-Töchter ihre Angaben zu Stimmrechtsanteilen als auch zu von ihnen gehaltenen Finanzinstrumenten an 48 Unternehmen, die im Dax oder auch im MDax gelistet sind (wie die Deutsche Bank, Allianz oder Siemens), korrigieren müssen. Die nicht richtig oder verspätet abgegebenen Mitteilungen sind ein Verstoß gegen das Wertpapierhandelsgesetzes und können durch die Finanzaufsicht mit einer Geldstrafe von bis zu einer Million Euro je Fall geahndet werden. Blackrock hat das nun erlassene Bußgeld von 3,25 Millionen Euro bereits akzeptiert.

Laut Bafin habe sich das Unternhmen selbst im Juli 2014 an die Finanzaufsicht gewandt, an der Sachverhaltsaufklärung mitgewirkt und schließlich die fehlerhaften Mitteilungen Ende September 2014 berichtigt und nachgeholt. Ferner habe das Unternehmen interne Maßnahmen eingeleitet, die das erneute Auftreten derartiger Ordnungswidrigkeiten verhindern sollen, heißt es.

Mitteilungspflichten nach dem Wertpapierhandelgesetz
Aktionäre von börsennotierten Unternehmen sind verpflichtet, der Bafin und der börsennotierten Gesellschaft die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile mitzuteilen, sobald diese durch Kauf, Verkauf oder auf andere Weise vordefinierte Schwellenwerte erreichen, über- oder unterschreiten. Neben Stimmrechtsanteilen muss auch gemeldet werden, wenn bestimmte Finanzinstrumente, mit denen Aktien erworben werden können, gehalten werden. (rmk)