Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) zur Umsetzung der europäischen AIFM-Richtlinie ist zwar schon seit Juli vergangenen Jahres in Kraft. Aber erst jetzt ist der erste geschlossene Fonds nach neuem Recht von der Bafin zugelassen worden. Es handelt sich dabei um den Publity Performance Fonds Nr. 7 der Leipziger Publity AG. Der alternative Investmentfonds (AIF) wurde in der Rechtsform einer geschlossenen Investment-Kommanditgsellschaft aufgelegt. Manager ist die konzerneigene Kapitalverwaltungsgesellschaft publity Performance GmbH. Die Verwaltung der Fondsvermögens übernimmt die Caceis Bank.

Der reine Eigenkapitalfonds soll bis zu 100 Millionen Euro bei Privatanlegern einsammeln. Geschäftsgegenstand des Fonds ist der Einkauf von Immobilien, die sich wirtschaftlich aufgrund von Kreditversäumnissen in Schieflage befinden. Dabei setzt das Emissionshaus auf Bankverwertungen und erwirbt von den Banken notleidende Kreditportfolios (Non-Performing Loans). "Transaktionen zwischen Fonds untereinander oder mit dem Management sind ausgeschlossen", betont Publity-Vorstandschef Thomas Olek in einer Aussendung. Mit eigenem Assetmanagement will der Anbieter die Immobilien wertvoller machen und anschließend die Kreditforderungen gewinnbringend verkaufen.  

Publity hat nach eigenen Angaben seit 2009 fünf Publikumsfonds und ein Private Placement platziert. Der Publity Performance Fonds Nr. 6 befindet sich im Vertrieb. Bis Ende 2013 hat Publity für rund 100 Millionen Euro insgesamt 42 Kreditportfolios erworben. Der 2009 aufgelegte Task Force NPL Fonds Nr. 1 wird nach dem Verkauf der letzten Investments im ersten Halbjahr 2013 aufgelöst. Die Anleger haben nach Anbieterangaben Auszahlungen in Höhe von 121 Prozent des eingezahlten Eigenkapitals (ohne Frühzeichnerbonus) erhalten. (ae)