Der Fonds der beiden Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik hat schon vor Auflage am 2. Januar dieses Jahres 1,9 Millionen Euro bei Anlegern einsammeln können. Aktuell liegt das Volumen des Friedrich & Weik Wertefonds bei 2,5 Millionen Euro. Das teilte die Solit Fonds GmbH, die das Portfolio gemeinsam mit den Autoren und dem Fondsanbieter Hansainvest aufgelegt hat, auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit.

Friedrich und Weik, Gründer einer Honorarberatung im schwäbischen Lorch, wurden als Buchautoren einem breiteren Publikum bekannt. Mit Titeln wie "Der größte Raubzug der Geschichte" und "Der Crash ist die Lösung" schafften sie es an die Spitze der Wirtschaftsbuch-Bestseller. Die beiden Ökonomen sehen die Ursachen und Folgen der weltweiten Schulden- und Niedrigzinspolitik in unserem Geldsystem – ein langfristiges Überleben eines auf dem Zinseszins fußenden Finanzsystems sei rein mathematisch nicht möglich. Sie empfehlen eine länderübergreifende Anlage in Realgüter. Diese Sachwerte-Strategie soll nun in ihrem offenen Publikumsfonds umgesetzt werden.

Ackerland und Diamanten sollen folgen
Das Portfolio des Friedrich & Weik Wertefonds besteht zu Beginn aus physischem Gold, Edelmetall-Minentiteln, Aktien und Cash. Mit steigendem Fondsvolumen sollen weitere Sachwerte wie Immobilien, Wälder, Ackerland oder Diamanten das Portfolio zusätzlich diversifizieren. Die Investments in diese Güter sollen über Verbriefungen erfolgen, wie aus den "Wesentlichen Anlegerinformationen" des Fonds hervorgeht.

"Um den Investmentprozess optimal umzusetzen, haben wir ein Team aus Experten für jede einzelne Anlageklasse zusammengestellt. Die konkrete Auswahl der Investments nehmen die mandatierten Fondsmanager vor", sagt Solit-Fonds-Geschäftsführer Robert Vitye. Die Knoesel & Ronge Vermögensverwaltung ist für das Management des Aktienportfolios zuständig. Die Auswahl der Edelmetalle, Bergbaugesellschaften und Sachwerte verantwortet die Plutos Vermögensverwaltung. "Innerhalb ihrer jeweiligen Mandate betreiben die Fondsmanager auch ein eigenes aktives Risikomanagement", so Vitye.

"Vermögen unbedingt selbst verwalten"
Die Friedrich & Weik Vermögenssicherung, das Beratungsunternehmen der beiden Autoren, ist selbst nicht als Finanzanlagenvermittler oder Honorar-Finanzanlagenberater registriert. Im Impressum der Gesellschaft heißt es: "Friedrich & Weik Vermögenssicherung ist weder im Bereich der Anlagevermittlung noch der Abschlussvermittlung, der Finanzportfolioverwaltung, des Eigenhandels, der Drittstaateneinlagenvermittlung, des Finanztransfergeschäft oder des Sortengeschäfts tätig." An anderer Stelle auf der Homepage ist zu lesen: "Friedrich & Weik Vermögenssicherung vertritt die Philosophie, dass jeder sein Vermögen unbedingt selbst verwalten und keinesfalls sein Vermögen extern verwalten lassen sollte."

Ein Abendessen mit den Autoren als Dankeschön für Investoren
Dass der Fonds schon in der Zeichnungsphase fast zwei Millionen Euro einsammeln konnte, dürfte zumindest zum Teil auf den "Frühzeichnerbonus" zurückzuführen sein. Wer zwischen dem 6. und 30. Dezember Fondsanteile für mehr als 10.000 Euro orderte, bekommt ein Taschenbuch eines Bestsellers der beiden Autoren, ab 25.000 Euro erhalten Anleger eine handsignierte Hardcover-Ausgabe. Wer gleich 250.000 Euro investierte, wird zum Abendessen mit Friedrich und Weik eingeladen.

Die Investmentbranche dürfte mit Spannung erwarten, wie sich der neue Fonds entwickelt. Zuletzt gab es herbe Kritik an sogenannten Promi-Fonds. Hin und wieder scheitern solche Projekte auch ganz: Der frühere Börsenmoderator Stefan Riße musste im vergangenen Jahr dabei zusehen, wie sein Fonds Riße Inflation Opportunities wegen Erfolglosigkeit abgewickelt wurde (FONDS professionell ONLINE berichtete). (bm)


Die laufenden Kosten der Retail-Tranche des Friedrich & Weik Wertefonds (ISIN: DE000A2AQ952) liegen bei 1,84 Prozent. Dazu kommt eine erfolgsabhängige Gebühr: Übersteigt die Wertentwicklung die Inflation zuzüglich drei Prozent, vereinnahmt der Fonds 7,5 Prozent der Mehrrendite. Bevor die Performance-Fee berechnet wird, müssen eventuelle Verluste aufgeholt werden ("High-Watermark"). Das Agio beträgt maximal drei Prozent. Für Zeichnungen ab 500.000 Euro gibt es eine institutionelle Anteilsklasse (ISIN: DE000A2AQ960).