Das Vermögen der bei den Depotbanken verwahrten Assets von deutschen Fonds ist 2015 um über neun Prozent gestiegen. Insgesamt betreuten die 44 Verwahrstellen in Deutschland – eine weniger als noch zur Jahresmitte – Ende 2015 ein Vermögen von 1,76 Billionen Euro. Dies geht aus der halbjährlichen Depotbank-Statistik des deutschen Fondsverbandes BVI hervor, die dieser in Kooperation mit dem Praxisforum Depotbanken erstellt.

BNP Paribas Securities Services Frankfurt führt erneut das Ranking der größten Verwahrstellen an: Insgesamt 392 Milliarden Euro betreut die Gesellschaft. Es folgen die State Street Bank mit 246 Milliarden Euro und J.P. Morgan mit 178 Milliarden Euro. Die zehn größten Verwahrstellen haben unverändert einen Marktanteil von über 86 Prozent. 19 Banken betreuen ein Vermögen zwischen einer und zehn Milliarden Euro. Bei sieben Banken liegt das verwahrte Vermögen unter einer Milliarde Euro.

Die zehn Depotbanken mit dem größten betreuten Vermögen

1456917599.jpgQuelle: BVI

Das Segment der Depotbanken für Immobilienfonds bleibt dagegen kleiner und übersichtlicher, nur 13 Verwahrstellen sind hier nach dem großen kehrauss der vergangenen Jahre weiter aktiv. Das Gesamtvolumen von knapp 147,6 Milliarden Euro entspricht weniger als einem Zehntel von jenem der Wertpapierfonds. Allerdings haben hier die heimischen deutschen Depotbanken weiterhin die Nase vorn. Die beiden größten Verwahrer sind die DZ Bank und die Deka Bank, die zusammen in Publikums- und Spezialfonds knapp 56 Milliarden Euro betreuen. Auf Platz drei ist aber bereits die Caceis Bank Deutschland mit zusammen knapp 24,5 Milliarden Euro zu finden.

Die Verwahrstellenstatistik umfasst Angaben zu deutschen offenen Wertpapier- und Immobilienfonds sowie geschlossenen Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch unabhängig von einer Mitgliedschaft im deutschen Fondsverband BVI. (jb)