Diskussionen darüber, ob es ethisch und juristisch zulässig ist, dass Anbieter von Online-Wetten mit Fußball-Klubs und -Spielern werben dürfen, scheinen überholt. Denn in diesen Tage erstrahlen die Portraits von Superstars wie Cristiano Ronaldo oder Andrés Iniesta auf Webseiten von CFD-Tradern wie Exness oder UFT.com.

Bei CFDs (Contracts for Difference) handelt es sich um hochspekulative Papiere. Mit diesen Derivaten kann man auf eine Unzahl von Märkten setzen. Das Argument der Anbieter: Mit geringen Mitteln kann man via Hebel relativ große Marktbewegungen simulieren. Diese Trades sind mit Hebeln ausgestattet, die bis zu einem Faktor von 1000 gehen können – siehe die Bildergalerie oben.

Das Problem: Der Handel kann mit Nachschusspflichten ausgestattet sein. Das heißt im schlimmsten Fall ist nicht nur das Kapital weg, man verschuldet sich sogar, wenngleich viele Anbieter argumentieren, dass sie die Nachschusspflichten durch automatische Stop-Loss-Verkäufe verhindern. Ein Stopp-Loss ist eine automatische Verkaufsorder, die bei einem vorher definierten Kursverlust (beispielsweise -7,5 Prozent) greift.

Hoch-Risiko-Engagement
Mit dem Ronaldo-Engagement hat die Diskussion im Königreich frische Fahrt aufgenommen. Kritiker  weisen darauf hin, dass spanische CFD-Kunden laut der Börsenaufsicht Comision Nacional del Mercado de Valores in 82 Prozent der Fälle Geld verloren haben. Analysten beziffern die Gesamtverluste von CFD-Tradern auf rund zwei Milliarden Euro in den vergangenen 15 Jahren.

In der oben aufgeführten Bildergalerie haben wir gemäß Bloomberg-Daten Klubs und Stars nach den Sponsoren mit dem potenziell höchsten Risiko-Angebot gerankt. Eines vorweg: Superstar Ronaldo liegt nicht an erster Stelle. (hw)