Die Auswahl an Fonds für deutsche Anleger hat sich weiter vergrößert. In Frankfurt ist vergangenes Jahr die Fondsboutique FELS Investments an den Start gegangen. Hinter der Gesellschaft, die bereits Anfang November einen nachhaltigen Aktienfonds lancierte, steckt als Gründer und Miteigentümer Jens Labusch, der 14 Jahre bei der DWS in verschiedenen Führungspositionen tätig war, bevor er Mitte 2014 für rund anderthalb Jahre zur Deka wechselte.

"Nach zwei erfolgreichen Jahrzehnten in der Finanzbranche möchte ich meine Erfahrungen und Expertise mit dem Vorteil eines kleineren dynamischen Umfelds in einem Fonds-Konzept, dem FELS Top 35+ Aktien Europa, vereinen", begründet Labusch auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE den 2017 erfolgten Schritt in die Selbstständigkeit. Und fährt fort: "Der Fonds entspricht zu 100 Prozent meiner Investment-Philosophie, denn der neue Fonds investiert nachhaltig, völlig transparent und kostengünstig."

FELS Investment, zu dessen Mitarbeitern neben Labusch noch Matthias Rode als zweiter Geschäftsführer und Vertriebschef sowie drei weitere Personen zählen, verfügt nicht über eine eigene Lizenz gemäß Paragraf 32 Kreditwesengesetz für die Fondsberatung. Die bankenunabhängige Gesellschaft ist unter das Haftungsdach der ebenfalls in Frankfurt ansässigen Leanvestors geschlüpft. Offizieller Verwalter des Portfolios, das auch in einer US-Dollar-Tranche erhältlich ist, ist SPSW Capital, KVG ist die Luxemburger Axxion.

Fonds erhebt kein Agio
Der Aktienfonds investiert gemäß der Anlagephilosophie des Hauses – FELS steht für "Fair, Effizient, Langfristig und Sozial" –  in europäische Aktien, die hohe soziale und ökologische Standards erfüllen sowie einen positiven Beitrag zu den nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen leisten. Gleichzeitig soll das Produkt eine überdurchschnittliche Rendite inklusive einer jährlichen Ausschüttung von bis zu sieben Prozent liefern. " Nachhaltiges Investieren zahlt sich aus, denn entsprechend geführte Unternehmen wie die Aktien des FELS Top 35+ Aktien Europa, erzielten in den letzten fünf Jahren durchschnittlich 17 Prozent mehr Rendite als beispielsweise ein Euro Stoxx 50 ETF", erklärt Labusch.

Der Fonds richtet sich vornehmlich an private Anleger, aber auch an institutionelle Investoren wie Stiftungen oder Family Offices. Daher haben Labusch und seine Mitstreiter den Erstausgabepreis auf zehn Euro festgelegt und auf den Ausgabeaufschlag verzichtet. Die Verwaltungsgebühr des Fonds soll bei ansteigendem Volumen sukzessive halbiert und langfristig bei 0,7 Prozent jährlich liegen. Schließlich werde eine erfolgsabhängige Vergütung nur berechnet, wenn die Kunden nach Kosten und Inflation einen positiven Ertrag erzielt haben. Konkret bedeutet dies: 15 Prozent der Wertsteigerung, um die der Verbraucherpreisindex (Inflation) übertroffen wird und das auch nur bei Erreichen eines neuen Höchststands zum Abrechnungsstichtag.

Ein Viertel der Erfolgsvergütung wird gespendet
Die Erfolgsvergütung wird dann in vier gleich große Verwendungszwecke unterteilt: "Das erste Viertel wird in den Fonds investiert, damit das Volumen steigt und somit die Verwaltungsvergütung weiter sinkt. Das zweite Viertel geht an die mit der Fondsverwaltung beschäftigten Mitarbeiter und das dritte Viertel wird gespendet. Lediglich das vierte verbleibt beim Anlageberater zur Stärkung von dessen Eigenkapital. Bei den Spenden darf jeder Anleger Verwendungsvorschläge unterbreiten und am Ende mitabstimmen, welche nachhaltigen und gemeinnützigen Projekte unterstützt werden", erklärt Labusch. (jb)