Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland von CCC auf C herabgestuft und damit den europäischen Bestrebungen zur Rettung des Landes einen herben Dämpfer versetzt. Damit hält das Land jetzt das zweitschlechteste Rating, das bei den Analysten von Fitch zum Einsatz kommt – das Schlusslicht bildet das Rating D.

Das neue C-Rating heißt im Klartext, dass Fitch Griechenland – ungeachtet aller aktuell laufenden Hilfsbemühungen in Europa – eine extrem schwache finanzielle Sicherheit attestiert. Bei Ländern, die mit einem C-Rating versehen werden, lautet die Definition: akut vorhandene Zahlungsschwierigkeiten und womöglich bereits eröffnete Insolvenzverfahren, wobei Zahlungen aber noch fortgeführt werden – wa de facto heißt, dass die Fitch-Analysten einen Staatsbankrott Griechenlands als wahrscheinlich erachten.

Die Ratingänderung erfolgt zu einer Zeit, wo gerade das zweite Hilfsprogramm für Griechenland grünes Licht erhalten hat – nachdem die Regierung in Athen sich bereit erklärte, zahlreiche Reformen umsetzen und einen rigorosen Sparkurs zu verfolgen. Es sieht finanzielle Hilfen in Höhe von 130 Milliarden Euro vor,  die bis 2014 über Kredite und andere Hilfsformen erfolgen sollen. (ir)