Anbieter geschlossener Fonds, ob als Alternative Investmentfonds (AIF) oder Vermögensanlagen aufgesetzt, leiden im Privatkundengeschäft weiter an einer ausgeprägten Absatzschwäche. Der Umsatz dürfte im vorigen Jahr nach Schätzungen von FONDS professionell ONLINE deutlich unter zwei Milliarden Euro geblieben sein.

Trotzdem planen Initiatoren nach Angaben des Ratinghauses Dextro in diesem Jahr eine Angebotsvergrößerung. Angeblich kommen 54 Publikums-AIF mit einem kumulierten Eigenkapitalvolumen von 2,28 Milliarden Euro auf den Markt. Für das vergangene Jahr hatten die Anbieter 39 Produkte mit 1,9 Milliarden Euro Platzierungskapital angekündigt.

In die Erhebung der Emissionspläne sind laut Dextro Angaben von 42 Anbietern geflossen. Ein markantes Ergebnis der Markstudie: Die Emissionshäuser wollen das Angebot nicht voll regulierter Produkte noch stärker ausbauen. Denn die Zahl der Direktinvestments und operativ tätigen Unternehmungen soll im Jahresvergleich von 12 auf 21 steigen. Das geplante Emissionsvolumen schnellt in der Statistik von 470 Millionen Euro auf 1,4 Milliarden Euro. Trifft das zu, würde sich das Geschäft mit den Produkten, die nicht der AIFM-Regulierung unterliegen, verdreifachen.

Enttäuschte Hoffnungen
Unterdessen berichtete Eric Romba, Geschäftsführer des Sachwerteverbands BSI, dass sich im vorigen Jahr die Hoffnungen der Branche auf einen deutlichen Aufschwung nicht vollumfänglich erfüllt hätten. Das betreffe vor allem das Retailgeschäft. In einem Gastbeitrag für "Asscompact" schreibt er, dass der Vertrieb Unterstützung brauche. Denn im Vertrieb würden Vorbehalte gegenüber den Alternativen Investmentfonds bestehen, die im Wesentlichen mit Erfahrungen in der Zeit vor der Umsetzung der AIFM-Regulierung zu tun hätten. (ae)