Die Gothaer Versicherung wird trotz der schwierigen Marktbedingungen nach eigenen Angaben im laufenden Jahr ein solides Ergebnis erzielen. Zu diesem haben mit Ausnahme des Lebensbereiches alle Sparten beigetragen. Für das Jahr 2016 steht das Großprojekt Digitalisierung im Fokus, wie der Versicherer mitteilte.

Demnach steigt der Konzernjahresüberschuss 2015 voraussichtlich um 19,1 Prozent auf 140 Millionen Euro. Ein Teil des Überschusses soll zur Stärkung der Eigenkapitalbasis genutzt werden. Das aus Kapitalanlagen erwirtschaftete Ergebnis steige um 8,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Die gebuchten Bruttobeiträge bleiben 2015 nach aktuellem Stand mit 4,51 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres Euro.

Ausbau des Fondspolicenbereichs
Im Detail geht der Konzern weiter davon aus, dass die gebuchten Bruttobeiträge der Gothaer Lebensversicherung AG voraussichtlich um 7,3 Prozent auf 1.287 Millionen Euro sinken werden. Um gegenzusteuern wird sich der Konzern nach eigenen Angaben bei der Produktentwicklung und im Vertrieb auf die strategischen Geschäftsfelder "betriebliche Altersvorsorge", "fondsgebundene Rentenversicherungen" und insbesondere "biometrische Lösungen" fokussieren.

"Der Anteil unserer strategischen Geschäftsfelder am Neugeschäft wird laufend ausgebaut und beträgt 2015 schon über 85 Prozent. Hierbei weist der Anteil des Biometrie-Geschäfts die höchsten Zuwächse auf. Auch 2016 werden wir unseren vertrieblichen Schwerpunkt, sowohl im Einzel- als auch im Belegschaftsgeschäft, auf den Bereich Biometrie legen", sagte Michael Kurtenbach, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Lebensversicherung AG und der Gothaer Krankenversicherung AG.

Digitalisierung weiter im Fokus
2016 werde das Hauptaugenmerk auf der Digitalisierung liegen. Strukturen und Prozesse des Versicherers sollen dabei auch auf das veränderte Kundenverhalten ausgerichtet werden. Teil der Transformation ist das in der Vergangenheit angestoßene Multikanalprojekt und die Verschmelzung der Direktvertriebstochter Asstel auf die Gothaer bis 2016. (jb)