Heta Asset Resolution darf ihre Gläubiger nicht mehr bedienen. Darüber informiert die Gesellschaft am Sonntag per Aussendung. Der Grund: Da die Bilanzlöcher bei der Heta wesentlich größer als angenommen sind (es sollen Medienberichten zufolge zwischen 4,6 und sieben Milliarden Euro fehlen) und die Republik Österreich als Eigentümer nichts mehr nachschießen will, hat die nationale Finanzmarktaufsicht FMA gemäß "Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken" (BaSAG) per Bescheid die Abwicklung der Heta Asset Resolution gemäß dem neuen europäischen Abwicklungsregime für Banken eingeleitet.
 
Um einen Abwicklungsplan erstellen zu können, der den Zielen dieses neuen Regimes entspricht, hat die FMA eine bis 31.05.2016 befristete Stundung von Verbindlichkeiten der Heta Asset Resolution gegenüber den Gläubigern gemäß BaSAG verhängt. Das Zahlungsmoratorium respektive der Default könnten viele professionelle Marktteilnehmer dazu veranlassen, Österreich und seinen Finanzinstituten kein – oder nur mehr mit entsprechenden Risikoaufschlägen – Geld zu borgen. (aa)