Pioneer Investments Deutschland hat in den ersten zweieinhalb Monaten des Jahres Nettomittelzuflüsse von 830 Millionen Euro verzeichnet. Fast 40 Prozent der Zuflüsse stammten von institutionellen Investoren, wie die Fondsgesellschaft mitteilte. Pioneer hofft, gerade hier die Zuflüsse in den kommenden Monaten noch weiter steigern zu können. Die übrigen Gelder kamen zu etwa gleichen Teilen von Privatanlegern sowie aus dem Banken- und Partnervertrieb.

Besonders zufrieden ist Evi C. Vogl, Deutschland-Chefin von Pioneer Investments, mit ihren Renten-, Multi-Asset- und Income-Produkten. "Es zeigt uns, dass wir für unsere Kunden die richtigen Lösungen im aktuellen Niedrigzinsumfeld vorhalten", sagt Vogl, die seit Anfang des Jahres das Vertriebsführungsteam leitet (FONDS professionell ONLINE berichtete). Zu diesem gehören Julia Reher und Tobias Löschmann, die seit Januar das institutionelle Geschäft verantworten, sowie Nils Hemmer, Leiter Drittvertrieb, und Peter Badstöber, Leiter Vertrieb Hypovereinsbank.

Der Abwärtstrend wurde gebrochen
Der gute Jahresstart von Pioneer hebt sich positiv vom vorherigen Trend ab. 2014 hatte Pioneer Investments dem Branchenverband BVI noch Mittelabflüsse aus Wertpapierpublikumsfonds melden müssen – das achte Jahr in Folge (siehe Grafik). Immerhin fiel das Minus Jahr für Jahr kleiner aus: 2007 und 2008 hatten Anleger noch Milliarden aus den einstigen Bestsellern Pioneer Euro Geldmarkt Plus und Pioneer Total Return abgezogen, die sich mit forderungsbesicherten Wertpapieren verspekuliert hatten. 2014 summierten sich die Abflüsse über alle Publikumsfonds hinweg nur noch auf gut 230 Millionen Euro.

Der Grund für die Abflüsse lag vor allem im Geschäft mit der Hypovereinsbank: Die Bank stellte ihre Fondsselektion vor geraumer Zeit von einer recht exklusiven Partnerschaft auf ein offeneres System um. Inzwischen ist Pioneer nur noch einer von elf Produktlieferanten. Schichten HVB-Kunden ihre Portfolios um, geht das daher häufig zu Lasten von Pioneer. "Der Drittvertrieb – das Geschäft außerhalb der HVB – lief dagegen schon 2014 und 2013 sehr gut", sagte Vogl Mitte Februar im Gespräch mit FONDS professionell. Das Team um Nils Hemmer, das diese Kunden betreut, sammelte in den vergangenen beiden Kalenderjahren netto über 200 Millionen Euro ein. (fp/bm)