Die Fondsgesellschaft Legal & General Investment Managers (LGIM) hat die Zulassung für eine Verwaltungsgesellschaft in der irischen Hauptstadt Dublin erhalten. Damit wappnet sich LGIM für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Das britische Fondshaus hatte im Mai vergangenen Jahres angekündigt, einen Ableger in der Republik Irland zu gründen.

"Dies ermöglicht es uns, alle in der EU ansässigen Fonds innerhalb Europas zu verwalten, wenn das Vereinigte Königreich die EU verlassen hat", sagte Eve Finn, Geschäftsführerin von LGIM Irland, einer Mitteilung zufolge. Volker Kurr, Leiter des institutionellen Geschäfts in Kontinentaleuropa, ergänzt: "Mit unserer irischen Verwaltungsgesellschaft haben wir auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für unser weiteres Wachstum geschaffen."

Auch andere britische Fondsanbieter machen sich "Brexit-ready". Bislang ist völlig unklar, ob Finanzdienstleister von der Insel auch weiterhin ihre Produkte direkt in der EU verkaufen dürfen. Vorsorglich gründen einige Anbieter daher Gesellschaften in Luxemburg oder Irland. Das Traditionshaus M&G hat bereits die Übertragung von ersten britischen Fonds nach Luxemburg abgeschlossen und nun angekündigt, weiter Anteilsklassen im Volumen von fast 40 Milliarden Euro in das Großherzogtum zu überführen. (ert)