Versicherer sind sich einig: Die größte Herausforderung für ihren Vertrieb ist es, die verunsicherte Vermittlerschaft von der Sinnhaftigkeit neuer, digitaler Vertriebswege zu überzeugen. Rund 85 Prozent der Versicherungsmanager halten den "Faktor Mensch" für entscheidend auf dem Weg zum flächen-deckenden Omnikanal-Vertrieb.

Das ergab eine Umfrage der Managementberatung Innovalue unter 60 Führungskräften aus der Assekuranz. Makler scheuen demnach die hohen Technologie-Investitionen, die für einen leistungs-starken Omnikanal-Vertrieb nun mal nötig ist. Das glauben zumindest 90 Prozent der befragten Manager. Sie bemängeln zudem, dass es vielen Maklern oft am nötigen Know-how fehlt.

Eine weitere Herausforderung für Versicherer: die Harmonisierung der Produktlinien und der verschachtelten Preisstrategien. Hier sehen 70 Prozent der Befragten potenzielle Probleme. "Die technische Umsetzung und die Anpassung der Vergütungssysteme sind komplexe, mittlerweile aber relativ gut einschätzbare Herausforderungen", sagt Christian Mylius, Managing Partner von Innovalue. "Umso mehr rückt die dauerhafte Umsetzung durch die Mitarbeiter in den Vordergrund." Bei den anstehenden Umbauten seien deshalb Überzeugungskraft und Fingerspitzengefühl gefragt. (fp)