Über den Trend zu Mischfonds wurde in den letzten Jahren viel geschrieben. Wie sehr die Anbieter von Mischfonds aber tatsächlich von der Finanzkrise profitiert haben, wird erst klar, wenn man die Publikumsfondsstatistik des deutschen Branchenverbandes BVI auswertet. Demnach sind dem Segment zwischen Januar 2008 und Juni 2014 in Summe 53,3 Milliarden Euro netto zugeflossen. Den beiden anderen großen Anlageklassen Aktien- und Rentenfonds haben Anleger im selben Zeitraum 32,8 Milliarden Euro anvertraut, wohlgemerkt zusammen. Ein Stück weit überraschend an den BVI-Zahlen ist jedoch die Tatsache, dass die Nachfrage nach Mischfonds erst jetzt einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. So entfallen elf der 53,3 Milliarden Euro an Zuflüssen allein auf die ersten sechs Monate 2014. Eine bessere Halbjahresbilanz hat es noch nicht gegeben.


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Auch in Österreich bewegt sich die Nachfrage nach Mischfonds derzeit auf Rekordniveau. Zwischen Anfang 2009 und August 2014 weist die Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) Mittelzuflüsse in Höhe von 6,7 Milliarden Euro aus, wovon allein drei Milliarden Euro auf das laufende Jahr entfallen.

Welche Mischfonds in den vergangenen Jahren von dieser Entwicklung mehr und welche weniger profitiert haben, zeigt eine Analyse der Mittelaufkommen der in Deutschland und Österreich zugelassenen Produkte. Dabei sind es vor allem die neuen Income-Konzepte, die vertrieblich punkten.  Die Auswertung basiert auf den Daten von software-systems.at und bezieht auch jene Fonds ein, die in den Statistiken der beiden nationalen Branchenverbänden BVI und VÖIG nicht erfasst werden. (rmk)