Die Zürcher Staatsanwaltschaft ermittelt seit einiger Zeit gegen 30 Personen im Umfeld der Schweizer Bank J. Safra Sarasin im Zusammenhang mit den auf umstrittenen Steuertricks basierenden Cum-Ex-Transaktionen. Einer der Beschuldigten ist Eric Sarasin, CEO und Mitglied der Geschäftsleitung. Dieser zieht nun die Konsequenzen – und tritt mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern zurück, wie das eidgenössische Geldhaus am Freitag bekanntgab.

In der Vorwoche führten die Schweizer Behörden aufgrund eines Rechtshilfegesuchs aus Deutschland eine Großrazzia in Büros und Privatwohnungen in insgesamt sieben Kantonen durch.

"Seiner eigenen Verteidigung widmen"
"Eric Sarasin weist die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen mit aller Entschiedenheit zurück und möchte sich unbelastet von anderen Verpflichtungen seiner eigenen Verteidigung widmen", heißt es in der Mitteilung.

Zudem wolle Sarasin vermeiden, dass die Verfahren gegen ihn dem Ansehen und dem Ruf der Bank schaden. Man habe seinen Rücktritt "mit Bedauern angenommen" und "dankt Eric Sarasin für sein Engagement und die Leistungen". (mb)