Deutschland macht Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Degroof Petercam. Seit 2007 untersucht der belgische Vermögensverwalter halbjährlich für die OECD-Staaten insgesamt 60 Einzelkriterien in den Bereichen "Transparenz und demokratische Werte", "Umwelt", "Bildung und Innovation", "Gesundheit und Vermögensverteilung der Bevölkerung" sowie "Wirtschaft". Im aktuellen Länder-Vergleich liegt Deutschland derzeit auf Platz sechs von insgesamt 35 OECD-Staaten, und ist damit im Vergleich zum vergangenen Jahr um einen Rang aufgestiegen.

Seit dem Start des Nachhaltigkeits-Rankings im Jahr 2007 hat sich Deutschland stets im oberen Drittel bewegt. "In der Summe zählt Deutschland zu den nachhaltigsten Staaten weltweit", sagt Ophélie Mortier, Head of Responsible Investments bei Degroof Petercam. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Bundesrepublik kontinuierlich verbessert. Dies sei eine erfreuliche Entwicklung. "Allerdings bleibt viel Potential, noch nachhaltiger zu werden – auch für Deutschland", sagt Mortier.

Deutschland mit Licht und Schatten
Im Bereich "Bildung" beispielsweise belegt die Bundesrepublik im Ranking lediglich den 14. Platz. Etwas besser schneidet Deutschland bei "Innovationen" ab. Bei Investments in innovative Technologien liegt das Land derzeit auf dem 8. Platz. Überdurchschnittlich gut steht Deutschland auch in puncto "Transparenz" da und hat die Platzierung gegenüber 2013 um drei Plätze verbessert: aktueller Rang ist 7. Auf Fünf-Jahres-Sicht leicht verschlechtert von Platz 9 auf 10 hat sich die Einstufung im Bereich "Bevölkerung". Die Gründe laut Studie: Mehr Armut und die zunehmend ungleiche Verteilung von Vermögen. (fp)