Die Eurozone habe aus dem Blickwinkel der Aktienanleger Potenzial nach oben, lautet eine aktuelle Einschätzung der Experten von Pioneer Investments. Ihr Top-Argument sind die besseren Wachstumsaussichten. Zugleich warnt Hans Köck, Investmentstratege bei dem Fondsanbieter, aber vor übertriebener Euphorie: "Die externen Risiken sind gestiegen und es muss weiterhin mit hoher Volatilität gerechnet werden."

Die Investmentchancen überwiegen jedoch die Risiken. "Moderat positiv" ist man bei Pioneer Investments man auch gegenüber japanische Aktien eingestellt. Dennoch: Insgesamt habe man die Aktiengewichtung zuletzt auf neutral gesenkt. Investoren seien mit einer schwierigen Gemengelage konfrontiert. "Die geopolitischen Risiken bleiben hoch, ebenso das Risiko von geld- und wirtschaftspolitischen Fehlern", so Köck. In volatilen Phasen wie jetzt zeige sich auch, dass Staatsanleihen eine wichtige Funktion zur Absicherung von gemischten Portfolios erfüllen.

Fed muss schwierige Entscheidung treffen
Die US-Notenbank Fed stehe laut Köck weiterhin vor einem Drahtseilakt in Bezug auf die Politik der Forward Guidance. "Einerseits wird schon seit längerer Zeit auf die notwendige Anhebung der Zinsen hingewiesen, gleichzeitig sprechen aber mehrere Faktoren, wie etwa die niedrige Inflation, gegen eine Zinserhöhung." (fp)