Pioneer Investments hat im ersten Halbjahr 2015 in Deutschland 1,5 Milliarden Euro an frischem Geld eingesammelt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dies ist der höchste Mittelzufluss, den der Asset Manager in den vergangenen Jahren in einem Zeitraum von sechs Monaten verzeichnet hat. Mit Nettomittelzuflüssen von 700 Millionen Euro im institutionellen Geschäft und 800 Millionen Euro im Privatkunden- und Beratergeschäft habe das Wachstum in beiden großen Absatzkanälen über dem Marktdurchschnitt gelegen.
 
Das ist eine Trendumkehr, denn gerade in Deutschland kam der Absatz in den vergangenen Jahren nicht richtig voran. 2014 hatte Pioneer Investments dem Branchenverband BVI zufolge noch Mittelabflüsse aus Publikumsfonds gemeldet. Und zwar das achte Jahr in Folge. Zuletzt hatte Pioneer auch international von hohen Mittelzuflüssen berichtet.

Dax-Kunden gewonnen
"Die Entwicklung der ersten sechs Monate zeigt, dass wir unseren Kunden nicht nur die richtigen Produkte für eine herausfordernde Lage an den Kapitalmärkten anbieten können", erklärt Evi C. Vogl, Deutschlandchefin von Pioneer Investments. Das Unternehmen verfüge auch über eine Struktur, mit der sich die Produkte über alle Kanäle hinweg effizient absetzen lassen.
 
Im institutionellen Geschäft trugen verschiedene Faktoren zum Vertriebserfolg bei. Pioneer zufolge hat sich die Zusammenarbeit mit Consulting-Häusern ausgezahlt. Außerdem konnte das Unternehmen über direkte Kontakte Kunden aus dem Dax gewinnen. Hinzu kamen signifikante Zuflüsse von großen Vertriebspartnern sowie Mittelzuflüsse aus dem Netzwerk der Hypovereinsbank. (am)