Die französische Fondsgesellschaft Rouvier Associés startet ab sofort auf dem deutschen Markt durch. Mit der zu Beginn 2012 erfolgten Zulassung von drei UCITS IV konformen Fonds durch die zuständigen Aufsichtsbehörden AMF (Autorité des Marchés Financiers) und BaFin ist die erste Phase des Markteintritts abgeschlossen. Es folgt die Gründung einer Niederlassung, die künftig durch den früheren Managing Direktor von Standard & Poor’s Fund Services, Patrick Linden, geleitet wird.

„Interesse am Erfolg ist hoch“

Rouvier folgt damit einer Reihe von Fondsgesellschaften aus Frankreich, die schon früher in den deutschen Markt drängten. Als Spätzünder sieht sich Linden allerdings nicht, er ist überzeugt von dem Konzept. „Das Produktmanagement basiert auf einem Teamansatz, wobei jeder der insgesamt elf Fondsmanager die Firmenphilosophie lebt und ein Großteil selber investiert ist“, äußert sich Linden in einem Interview mit FONDS professionell. „Das Interesse am Erfolg ist also hoch.“ Linden selbst hat für das Deutschland-Geschäft noch kein eigenes Team fixiert, er wolle jedoch am FONDS professionell Kongress (Anm.: Mannheim, 25. und 26. Januar 2012) mit zwei bis drei Plattformen vertreten sein, heißt es.

Persönliches Beratungskonzept

In Deutschland muss sich der 1986 in Paris gegründete Asset Manager, der aktuell rund 750 Millionen Euro verwaltet, erst am Markt behaupten. Linden will vor allem durch die Nähe zum Kunden punkten und gibt gleichzeitig ein Verkaufsversprechen. „Neben der Performance ist für die Marktteilnehmer auch eine einfache und transparente Abwicklung sowie Zuverlässigkeit ein wichtiges Thema“, erklärt der künftige Leiter des Büros in Frankfurt. „Wir werden persönlicher Ansprechpartner sein und in Kombination mit klar verständlichen Produkten einen Mehrwert für die Kunden schaffen.“

Vertriebskooperation mit Fondsnet

Linden leitete zuletzt den Bereich Fund Services bei S&P, Vertriebskompetenzen könne man dem ehemaligen Fondsanalysten allerdings nicht absprechen. Er bringe nach eigener Einschätzung vor allem eine gute Wettbewerbskenntnis in den neuen Job mit und sei auch unter Vermögensverwaltern und Beratern äußerst gut vernetzt. Zusätzlich soll für die Startphase eine Vertriebspartnerschaft mit dem Erftstädter Finanzdienstleister Fondsnet dabei helfen, Rouvier den Partnern näher zu bringen, erläutert Linden die Strategie der Gesellschaft.

Valeurs, Europe und Patrimoine

In Deutschland geht man mit drei Long-Only-Fonds an den Start: Der global investierende „Valeurs“-Fonds ist das Flaggschiffprodukt aus dem Hause Rouvier. Der zweite Aktienfonds ist der Europe, beide sind laut Gesellschaft quasi voll investiert. Der Europa-Fonds muss zu 75 Prozent in Titel aus europäischen OECD-Ländern investiert sein – 30 Prozent sind aktuell in Finanztitel veranlagt. Gerade hier sieht Linden unter Vorbehalt einer Normalisierung der Märkte künftig starkes Aufholpotenzial. „Finanzwerte haben optisch am stärksten gelitten. Es hat sich inzwischen eine deutliche Bewertungsblase an den Aktienmärkten gebildet.“ Der dritte Fonds, der Patrimoine, ist ein deutlich konservativer ausgerichteter Fonds mit einem schwerpunktmäßig hohen Rentenanteil. Der Fonds ist zu 70 Prozent in Investment-Grade-Anleihen investiert, 30 Prozent fließen in konservative Aktienwerte. (dw)

Veranstaltungstipp

Verpassen Sie nicht Rouvier Associés auf dem FONDS professionell KONGRESS am 25. und 26. Januar 2012 in Mannheim: Patrick Linden, Managing Director, wird über das Thema „Ein neuer Asset Manager in Deutschland“ referieren.

Sichern Sie sich gleich Ihr Ticket für die Veranstaltung, die Zahl der Teilnehmer pro Tag ist begrenzt.

Hier geht’s zur Kongress-Anmeldung.