POC-Fonds: Berater gewinnt vor Gericht gegen Anleger
Ein Anleger, der seinen Berater infolge einer Beteiligung an einem Fonds von Proven Oil Canada (POC) verklagt hatte, hat vor Gericht klein beigegeben. "Nach der Befragung der Parteien entschloss die Klägerseite sich nach weiteren Erörterungen schließlich dazu, die Klage noch in der mündlichen Verhandlung zurückzunehmen", meldet Rechtsanwalt Nikolaus Sochurek von der Kanzlei Peres & Partner. Er hat den freien Finanzberater gegen den Investor vertreten, der im Dezember 2014 wegen angeblicher Falschberatung geklagt hatte. Der Anleger ist am notleidenden Fonds POC Growth 2 beteiligt. In der vorigen Woche fanden in Berlin wie berichtet die Gesellschafterversammlungen der POC-Fonds, die von den Anlegern die Auszahlungen zurückfordern, statt.


Immobilien: Hannover Leasing schließt Münster-Fonds
Der Fondsinitiator Hannover Leasing meldet die Vollplatzierung seinen ersten Retail-Immobilienfonds, der nach dem KAGB als AIF aufgelegt wurde. Der Fonds "Die Direktion, Münster" hat "früher als geplant in vier Monaten" 28,2 Millionen Euro bei Privatanlegenr akquiriert. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 50,9 Millionen Euro.


Immobilien: Immac investiert erneut in Österreich
Der Fondsinitiator Immac hat den geschlossenen Immobilienfonds "Austria Sozialimmobilien XIV" auf den Markt gebracht. Über den AIF beteiligen sich Anleger an einem 2011 errichteten österreichisches Reha-Zentrum in Münster in Bundesland Tirol. Das Reha-Zentrum Münster verfügt über 260 Betten und ist auf die Rehabilitation in den Bereichen Herz-Kreislauf, Pulmologie, Neurologie und Onkologie spezialisiert. Mit dem Betreiber besteht einen Vertrag über eine Erweiterungsoption bis zum 30.09.2017 um maximal 50 Betten. Das Kommanditkapital der deutschen Fondsgesellschaft wird in einem ersten Schritt 26,3 Millionen Euro betragen. Für den Fall, dass der Pächter die Erweiterungsoption ausübt, kann die Fondsgesellschaft den Gesamtbetrag der angebotenen Anteile um fünf Millionen Euro auf 31,3 Millionen Euro erhöhen.


Immobilien: Anleger können Verkauf in Axa-Fonds nicht verhindern
Der geschlossene Immbilienfonds "Merkens" des Fondsinitiators Axa Merks muss sein Bürohaus in Berlin-Schöneberg verkaufen, obwohl sich der Berliner Büromarkt in der jüngeren Vergangenheit sehr gut entwickelt hat und ein Teil der Anleger den Verkauf verhindert wollten. Die Fondsgesellschafter mussten im Juni 2015 über den Verkauf der Immobilie abstimmen, weil die HSH Nordbank die Rückführung der langfristigen Finanzierung zum 30. September 2015 gefordert hatte. Den Verkauf hätte eine Umfinanzierung verhindern können, an der sich die Anleger mit mindestens sechs Millionen Euro beteiligen. Eine entsprechende Beschlussvorlage wurde den Gesellschaftern im Juli zugestellt. Nun teilte Axa mit: "Leider haben nur 130 von 1.037 Fondsgesellschaftern Darlehen in Höhe von 1,8 Millionen Euro zugesagt. (…) Auch mit potenziellen Darlehenserhöhungen hätte die Gesamtdarlehenshöhe noch unter zwei Millionen Euro gelegen. Damit muss leider festgehalten werden, dass der Verkauf des Fondsobjektes für die Fondsgeselschaft die einzige Lösung bleibt." Aus der Veräußerung dürfen die Anleger nur mit einer kleinen Kapitalrückzahlung rechnen. Unter Berücksichtigung der Auszahlungen, die der Fonds bislang geleistet hat, dürften die Gesellschafter etwa vier Fünftel ihres eingesetzten Kapitals verlieren.


Schiffsfonds: Ownership-Anleger stehen unter Druck
Der Portfoliofonds "Feeder Quintett" wird seine beiden Containerschiffe MS O.M. Aestatis und MS K-Water verkaufen müssen. "Angesichts des sich mehr und mehr ausweitenden Finanzierungsbedarfs dieser beiden Containerschiffe möchte die finanzierende Bank ihr finanzielles Engagement nicht mehr weiter fortführen", schreibt der Fondsinitiator Ownership seinen Anlegern. Es drohe die Insolvenz, wenn die Schiffe nicht verkauft werden. Allerdings werden die "voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse" zur vollständigen Tilgung der Bankverbindlichkeiten nicht ausreichen. Die Abstimmung über das Verkaufskonzept steht noch aus. Beim Flottenfonds "Ownership Tonnage III" sind die Anleger bereits zur Beschlussfassung für den Verkauf der vier Containerschiffe aufgefordert. Im Frühjahr hatten die Gesellschafter die Finanzierungs- und Verkaufskonzepte für zwei Schiffe abgelehnt. Inzwischen hat die finanzierende Bank laut Ownership auch bei den anderen beiden Schiffen den Stecker gezogen. Wenn die Kredite nicht zurückgezahlt werden, könnte die "ernsthafter Einforderun der fälligen Zahlungen drohen". Das würde die Insolvenz der Schiffe auslösen.


Immobilien: Deutsche Annington heißt es Vonovia
Die börsennotierte Gesellschaft Deutsche Annington Immobilien SE hat sich einen neuen Neuen gegeben. Sie heißt jetzt Vonovia SE. "Operativ, das heißt in den Regionen deutschlandweit, geht der Name Vonovia zum Jahreswechsel an den Start, ab dann wird die neue Marke im gesamten internen und externen Unternehmensauftritt sichtbar", teilte das Unternehmen mit. Gleichzeitig mit dem Abschluss der schon im Frühjahr beschlossenen Umfirmierung hat die Deutsche Börse beschlossen, dass die Vonovia-ktie in den DAX wechselt. Dort wird sie am 21. September den Chemiekonzern Lanxess ablösen.


Lloyd Fonds schreibt Gewinne
Die Lloyd Fonds AG hat im ersten Halbjahr 700.000 Euro verdient. Im Vergleichzeitraum des Vorjahres betrug der Gewinn 200.000 Euro. Die Umsatzerlöse sind um rund 20 Prozent auf 5,8 Millionen Euro gestiegen. "Die Unternehmensgruppe realisierte im Bereich des Neugeschäfts durch die Umsetzung von zwei Projekten mit institutionellen Investoren zusätzliche substantielle Erlöse", teilte die börsennotiete Gesellschaft mit. Lloyd Fonds rechnet auch für das Gesamtjahr mit einem positiven Konzernergebnis. Das Unternehmen arbeitet weiter an der Neupositionierung als börsennotiertes Schifffahrtsunternehmen. Dieses Vorhaben war wie berichtet durch die gescheiterte Übernahme von Fondsschiffen in die Aktiengesellschaft ausgebremst worden.


Crowdinvesting: Neue Solarangebote bei Greenxmoney online
Die auf Energieinvestments spezialisierte Crowdfunding-Plattform Greenxmoney hat die Vermittlung zweier neuer Investments aufgenommen. Anleger können sich an bereits in Betrieb befindliche Dach-Solaranlagen beteiligen. Sie sind auf Betriebsgebäuden in Spreewitz im Landkreis Bautzen installiert. Gesucht sind insgesmt 355.000 Euro. Die Investoren gehen bei Greenxmoney Forderungskaufverträge ein, mit denen sie die künftigen Stromerträge der auserwählten Anlage jetzt zum Vorzugspreis erwerben.  


Schifffahrt: Neues größtes Schiff unter franzöischer Flagge
Die Linienreederei CMA CGM vor kurzem das Containerschiff CMA CGM "Bougainvill" von der Baufwert übernommen. Es ist 400 Meter lang und verfügt über eine Stellplatzkapazität von 18.000 Standardcontainern (TEU). Damit ist es nach Angaben der Reederei das größte Containerschiff, das bisher unter der französischen Flagge gefahren ist.


Schifffahrt: Aufliegerflotte im Jahreshoch
Am 24. August lagen nach Angaben des Branchendienstes insgesamt 175 Containerschiffe auf. Die Gesamtkapazität der beschäftigungslosen Frachter beträgt knapp 500.000 TEU. Allein in den letzten beiden Wochen seien 100.000 TEU hinzugekommen. Damit lagen so viele Schiffe auf Reede wie im gesamten Jahr bisher nicht. Alphaliner geht davon aus, dass die Aufliegerflotte im Herbst größer wird, weil die Hauptsaison in der Containerfahrt zu Ende gehe und mehr Fahrdienste gestrichen worden seien.


Energie: Neuer Nordsee-Windpark eingeweiht
In der vorigen Woche wurde der Offshore-Windpark "Global Tech I" feierlich in Betrieb genommen. Der Windpark wurde in der Nordsee 180 Kilometer nordwestlich von Bremerhaven errichtet und besteht aus 80 Windrädern, die jeweils eine technische Nennleistung von acht Megawatt haben. "Mit 400 Megawatt ist er der größte deutsche Offshore-Windpark, der in diesem Jahr vollständig in Betrieb genommen wurde", erklärten die Betreiber. Hauptanteilseigner der Projektgesellschaft sind die Münchner Stadtwerke, die Energieversorger Entega und Axpo International und eine private Beteiligungsgesellschaft.


Luftfahrt: Air France plant neue Billig-Airline
Die Fluggesellschaft Air France will einem Bericht des Branchendienstes ATW Online zufolge eine neue Billig-Fluglinie (Low-Cost Carrier) gründen. Die Tochtergesellschaft soll im Langestreckenverkehr eingesetzt werden und in diesem Segment die Performance verbessern. Denn 50 Prozent der Langstreckendienste seien nicht profitabel, zitiert ATW eine Air France-Sprecherin. Der Plan könnte umgesetzt werden, wenn Air France im zweiten Halbjahr 2016 die erste Maschine vom Typ Boeing 787 übernimmt. Von dem "Dreamliner" hat die französische Airline insgesatm 25 Exemplare bestellt.