POC will Krisenfonds liquidieren
Der Fondsinitiator Proven Oil Canada (POC) fordert seine Anleger auf, die notleidenden geschlossenen Fonds aufzulösen. Die Investitionsgesellschaft in Kanada, die COGI, hat im zweiten Halbjahr 2015 Insolvenz angemeldet, nachdem fällig gestellte Kredite nicht abgelöst wurden. "Der kanadische Insolvenzverwalter wird das Vermögen der COGI verwerten", schreibt POC den Anlegern in der Einladung zur Gesellschafterversammlung. Und weiter heißt es: "Bei realistischer Einschätzung werden die Fondsgesellschaften mit keinen Zuflüssen aus Kanada mehr rechnen können." Voriges Jahr sollten die Anleger wie berichtet die von ihren Fonds erhaltenen Auszahlungen retournieren, um die COGI zu retten. Dieser Plan scheiterte. Nun sollen Anfang März die Gesellschafterversammlungen in Berlin stattfinden und die notwendigen Beschlüsse fassen.


Immobilien: Asuco bereitet Anleihe vor
Der Fondsinitiator Asuco will zu Beginn des zweiten Quartals 2016 erstmals Anleihen auf den Markt bringen. Es soll von der Schuldverschreibung "Zweitmarkt Zins" eine Publikumstranche und eine Privatplatzierung für vermögende Anleger geben. Das Kapital wird in Anteile an bestehenden geschlossenen Immobilienfonds investiert. Das Anfangsportfolio besteht laut Asuco derzeit aus  Beteiligungen an 170 Zielfonds. Das Investitionsvolumen beträgt 12 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen, das bislang geschlossene Fonds im Immobilien-Zweitmarkt aufgelegt hat, nach eigenen Angaben für rund 30 Millionen Euro 824 Beteiligungen erworben. Der Nominalwert der Transaktionen betrug etwa 55 Millionen Euro.


Immobilien: Zweistellige Rendite
Der Fondsinitiator Project teilte mit, dass im vergangenen Jahr sieben Immobilienprojekte in Berlin, Nürnberg, München und Fürth abgeschlossen wurden. Seit Unternehmensgründung seien insgesamt 41 Projekte abgewickelt worden, noch nie habe es ein negatives Ergebnis gegeben. 29 Immobilien seien durch Project-Fonds finanziert worden. Die Gesamtrendite aller Vorhaben liege bei "über 12 Prozent pro Jahr"


Immobilien: Erfolgreicher Exil
Die Salamon AG hat ihren geschlossenen Immobilienfonds „SAG Fonds Hangar 16“ aufgelöst. Der Gesamtmittelrückfluss beträgt 141 Prozent (vor Steuern). Der Fonds wurde 2010 aufgelegt und war stiller Teilhaber an einem 2010 gebauten Flugzeughangar auf dem Flughafen Hannover. Das Fondsvolumen betrug 7,3 Millionen Euro; die Anleger waren mit mindestens 200.000 Euro beteiligt.  Der Fonds hat sich planmäßig entwickelt und sah eine kurze Laufzeit von drei bis fünf Jahren vor.


Immobilien: Neues Fondsangebot am Start
Die HTB Gruppe hat den Vertrieb ihres 7. Immobilien-Zweitmarktfonds gestartet. Im Vergleich zu früheren Fonds gibt es bei dem aktuellen geschlossenen AIF Änderungen: Die Beteiligungen sollen nicht mehr langfristig gehalten, sondern aktiv gehandelt werden. So sollen Kursgewinne auf dem Zweitmarkt geschlossener Fonds mitgenommen werden. Ab dem Jahr 2020 soll der Fonds jährlich mehr als zehn Prozent an die Anleger ausschütten. Für die Jahre 2018 und 2019 sind fünf bis sechs Prozent geplant.


Immobilien: Eigentümerwechsel in Fürth
Die Hahn Gruppe hat von Axa Investment das Fachmarktzentrum "Phönix Center" in Fürth (Bayern) erworben. Das im Jahr 2000 errichtete und 2011 erweiterte Objekt hat rund 35 Millionen Euro gekostet. Das Unternehmen bringt die Immobilie in den institutionellen "German Retail Fund" ein.


Immobilien: Widerspenstige Aktionäre
Die Übernahme der Deutsche Wohnen AG durch Vonovia ist gescheitert, nachdem die Aktionäre der Deutsche Wohnen das Übernahmeangebot abgelehnt hatten. Vonovia wollte mit dem Wettbewerber fusionieren, weil das eine "wertschaffende Möglichkeit" sei, den deutschen Wohnimmobilienmarkt zu konsolidieren. Dass die Fusion scheitert, hat sich bereits voriges Jahr abgezeichnet, weil die Deutsche Wohnen wie berichtet die feindliche Übernahme abgelehnt hat.


Zweitmarkt: 40 Prozent mehr Umsatz
Auf dem Zweitmarkt der Fondsbörse Deutschland haben im Januar Anteile geschlossener Fonds mit einem Volumen von 14,3 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. 70 Prozent entfielen auf Immobilienfonds. Die Plattform zählte 390 Transaktionen und meldete ein starkes Wachstum im Vergleich zum Januar 2015 mit 356 Deals und einem nominalen Umsatz von 10,5 Millionen Euro. "Nach dem historischen Umsatz für das Jahr 2015 lassen auch die Zahlen für Januar ein vielversprechendes Geschäftsjahr 2016 erwarten", meint Fondsbörse-Vorstand Alex Gadeberg.


Immobilien: Art-Invest schlägt in Stuttgart zu
Der zur Zech Gruppe gehörende Asset Manager Art-Invest Real Estate hat  im Zentrum Stuttgarts zwei Büro- und Geschäftshäuser gekauft. Verkäuferin ist die GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg AG. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach dem Erwerb des Hotels Holiday Inn Express am Flughafen vor wenigen Wochen ist dies das zweite Investment der Art-Invest in Stuttgart.


Energie: Scope zieht Rating zurück
Die Berliner Ratingagentur Scope hat ihr Rating für den Energiefonds "Leonidas Associates Wind XVII" zurückgenommen. Der Fonds kam im Frühjahr 2015 als Blindpool auf den Markt und hat rund 19 Millionen Euro Eigenkapital eingeworben. Damit hat Leonidas einen in Bau befindlichen Windpark in der französischen Region Picardie erworben. "Der Initiator bestätigte gegenüber Scope, dass der Fonds bereits einen Windpark angebunden hat. Entsprechend seiner Ratingmethode für geschlossene Alternative Investmentfonds und wie im Ratingbericht ausgeführt, überprüft Scope das Rating von Blindpool-Konstruktionen beim Ankauf von Investitionsobjekten. Der Initiator informierte Scope, dass zu dem angebundenen Projekt keine weiterführenden Informationen zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Grund sieht Scope die Voraussetzungen für eine weitere Bewertung der Vermögensanlage als nicht mehr gegeben an und zieht das Rating zurück", teilte Scope mit.


Schiffe: Hapag-Lloyd kauft zu
Die deutsche Linienreederei Hapag-Lloyd hat zwei Containerschiffe mit jeweils 3.500 TEU Stellplatzkapazität erworben und zwei baugleiche Schiffe eingechartert. Verkäufer und Vermieter ist die niederländische Reederei Nile Dutch; der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben. "Durch das so genannte Wide-Beam-Design des Rumpfes verfügen die 2015 gebauten Schiffe über einen niedrigeren Tiefgang bei vergleichsweise hoher Ladekapazität und eigenen sich so insbesondere für flache Häfen wie etwa in Südamerika", erklärte Hapag-Lloyd. Demzufolge setzt die größte deutsche Reederei die neuen Schiffe im Südamerika-Geschäft ein.


Luftfahrt: A321neo im Test beschädigt
Der Flugzeughersteller Airbus hatte bei Testflügen mit seinem Airbus A321neo einen Unfall. Die Maschine flog planmäßig von Toulouse nach Perpigan (Frankreich). Bei der Landung wurde allerdings das Heck beschädigt. Die Maschine muss nun repariert werden, ehe sie die Testflüge wieder aufnehmen kann. (ae)